«Formation» – Beyoncé zeigt Rassisten den Stinkefinger

Publiziert

«Formation»Beyoncé zeigt Rassisten den Stinkefinger

Vor ihrem Auftritt beim heutigen Super Bowl veröffentlicht Beyoncé ein neues Musikvideo. Sie gibt sich darin ungewohnt politisch.

Ein Hinweis zu Beginn von Beyoncés neustem Videoclip «Formation» warnt vor explizitem Inhalt. Wer darin eine Anspielung auf nicht ganz jugendfreie Szenen vermutet, liegt falsch. Der explizite Inhalt bezieht sich auf anderes: Das Stück ist ein höchst politischer Song. Beyoncé redet Klartext.

Im zugeknöpften Kleid liegt die Popikone auf dem Autodach eines Polizeiwagens, der im Wasser zu versinken droht. Die apokalyptische Szene – offensichtlich eine Anspielung auf die Katastrophe in New Orleans nach dem Hurrikan Katrina – macht den Auftakt zum fast fünf Minuten langen Musikvideo.

«Ich mag meine Negro-Nase»

Darin singt sie voller Stolz über ihre Wurzeln: «Ich mag mein Babyhaar und meinen Afro. Ich mag meine Negro-Nase mit den Jackson-Five-Nasenlöcher», so die Worte der Sängerin.

Mit schwarzem Hut und langen Zöpfen mimt Beyoncé dann auch gleich die Gangster-Braut und zeigt allen Rassisten den Stinkefinger. Durch «Formation» rückt die Sängerin das Thema Rassismus ins Rampenlicht, während die politische Stimmung in den USA diesbezüglich ohnehin aufgeheizt ist.

Blue Ivy gibt ihr Video-Debüt

Neben den ungewohnt politischen Statements der Popsängerin sorgt ein Gast für Aufsehen im Musikvideo: Beyoncés vierjährige Tochter Blue Ivy. Die Kleine zeigt im Clip für zwei Sekunden ihr breitestes Lächeln und gibt damit gleichzeitig ihr Musikvideo-Debüt.

«Formation» gibt es hier zu sehen. Den Song kann man auf Tidal gratis herunterladen, nachdem man seine Mailadresse hinterlassen hat.

(L'essentiel/hau)

Deine Meinung