Luxemburg – BGL BNP Paribas meistert die Krise mit Einsparungen
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LuxemburgBGL BNP Paribas meistert die Krise mit Einsparungen

LUXEMBURG – Die Bank hat gerade einen betrieblichen Effizienzplan beschlossen. Die Belegschaft wurde im vergangenen Jahr um rund 100 Mitarbeiter reduziert.

Die Belegschaft wurde im vergangenen Jahr um rund 100 Mitarbeiter reduziert.

Die Belegschaft wurde im vergangenen Jahr um rund 100 Mitarbeiter reduziert.

Editpress/François Aussems

«Im Zusammenhang mit der Krise hat unsere Bank aber auch die luxemburgische Wirtschaft eine starke Widerstandsfähigkeit gezeigt», sagte Beatrice Belorgey, Vorstandsvorsitzende von BGL BNP Paribas am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Trotz der Gesundheitskrise und des anhaltend niedrigen Zinsniveaus seien die Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2020 weiterhin überzeugend (siehe Kasten).

Die Luxemburger Bank konnte ihre Gemeinkosten im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 784,2 Millionen Euro senken. Ein Gewinn, der im Zusammenhang mit der Umsetzung des Plans 2017 bis 2020, sich auf die betriebliche Effizienz konzentriert, insbesondere zu einem Rückgang der Belegschaft. Ende 2020 waren nach «etlichen Pensionierungen», laut Beatrice Belorgey, 2252 Mitarbeiter beschäftigt, 2019 waren es 2375. Zugleich seien parallel dazu «Einstellungen von jungen Leuten im Gange».

Die Bank, die in diesem Jahr eine Erholung der Aktivität erwartet, arbeite nun an einem Entwicklungsplan für den Zeitraum 2022 bis 2025. Demnach sollen sich wiederholende Aufgaben künftig weiter automatisiert werden, mit neuen Möglichkeiten für die Kunden. «Wir werden unsere Kunden auf dem Weg zu nachhaltigeren Ersparnissen begleiten und die Erreichbarkeit der Bank für Beratung und Betrieb verbessern, unabhängig vom Kommunikationskanal», so Beatrice Belorgey.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

Risikokosten gestiegen

Der Konzerngewinn erreichte 398,3 Millionen Euro, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung eines außerordentlichen Immobiliengewinns stieg er um sieben Prozent auf 367,9 Millionen Euro. Das Kredit- und Einlagengeschäft entwickelte sich ebenso gut wie das Asset Management-Geschäft. Das internationale Leasinggeschäft litt hingegen in der ersten Jahreshälfte 2020 unter den Engpässen. Die Risikokosten, die eine Schätzung der erwarteten Verluste aufgrund der Pandemie berücksichtigen, stiegen auf fast 130 Millionen, verglichen mit 101,3 Millionen im Jahr 2019.

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