Schießerei in Colorado – Biden setzt sich für strenges Waffengesetz ein

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Schießerei in ColoradoBiden setzt sich für strenges Waffengesetz ein

In Boulder, Colorado, hat ein Schütze zehn Menschen getötet. Erneut werden Rufe nach einem schärferen Waffengesetz laut. Auch Präsident Biden findet: «Wir müssen handeln».

US-Präsident Joe Biden setzt sich nach dem Massaker in einem Supermarkt mit zehn Toten für strengere Waffengesetze ein. «Wir müssen handeln», erklärte er am Dienstag und mahnte, eine Reform des Waffenrechts sollte keine Parteienangelegenheit sein. «Das ist eine amerikanische Angelegenheit. Es wird Leben retten, amerikanische Leben».

Biden stellte sich damit hinter Forderungen seiner Demokratischen Partei. Senatsmehrheitsführer Chuck Schumer kündigte an, er werde einen im Repräsentantenhaus verabschiedeten Entwurf auf die Tagesordnung seiner Kammer setzen, der Hintergrundchecks bei den meisten Waffenverkäufen vorsieht. Der Senat müsse sich der verheerenden Wahrheit» stellen, dass eine Untätigkeit des Kongresses in dieser Frage seit drei Jahrzehnten andauere. «Dieser Senat wird anders sein», sagte Schumer.

Täglich tödliche Zwischenfälle mit Waffen

Die Demokraten haben zwar eine hauchdünne Mehrheit im Senat, aber nicht genug Stimmen, um eine umfassende Reform durchzubringen. Das Recht auf Waffenbesitz hat in den USA Verfassungsrang.

In den USA kommt es quasi täglich zu tödlichen Zwischenfällen mit Waffen, die dort leicht zu kaufen sind. Die Gesundheitsbehörde CDC verzeichnete in ihrer jüngsten Statistik aus dem Jahr 2018 insgesamt 39.740 Schusswaffentote in den USA – also etwa 109 Tote pro Tag.

(L'essentiel/DPA/kat)

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