Überfall in Luxemburg – BIL-Räuber stammen vermutlich aus Charleroi

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Überfall in LuxemburgBIL-Räuber stammen vermutlich aus Charleroi

LUXEMBURG/BELGIEN – Die belgische Polizei hat einen Zeugenaufruf zu dem bewaffneten Raubüberfall im vergangenen Januar auf dem BIL-Parkplatz veröffentlicht.

Etwas mehr als acht Monate nach dem brutalen Raubüberfall auf dem Parkplatz einer Bankfiliale auf der Route Esch in Luxemburg versucht die belgische Polizei, die Ermittlungen wieder aufzunehmen. In Zusammenarbeit mit den luxemburgischen Justizbehörden hat sie am Montag eine Mitteilung zu der Gewalttat auf ihrer Website veröffentlicht, um Informationen über die drei Täter und ihren Fluchtwagen zu erhalten.

In ihrem Video (siehe unten) beschreiben die belgischen Ermittler detailliert, wie sich die Ereignisse am 26. Januar 2017 zugetragen haben. Gegen 13.30 Uhr waren ein Mann und sein Anwalt zur Filiale der «Banque internationale à Luxembourg» gegangen. Gleich nachdem sie ihr Auto auf dem Parkplatz abstellten, sprangen aus einem weiteren Fahrzeug (ein in Luxemburg zugelassener grauer Audi S3) drei vermummte Männer. Mit Baseballschlägern bewaffnet zwangen sie ihre Opfer ihr Auto zu verlassen, bevor sie zuschlugen.

Auto und Nummernschild in Belgien gestohlen

Die drei Diebe schafften es dann, einem der Männer einen Koffer, in dem sich 1,3 Millionen Euro in kleinen Scheinen befanden, zu entreißen. Nachdem sie mit ihrem Audi vom Tatort flüchteten, zündeten sie das Fahrzeug nahe Bridel an.

Nach Angaben der belgischen Polizei wurde dieses Auto «fast ein Jahr zuvor» am 17. Februar 2016 in Frasnes-Lez-Anvaing bei Tournai in der Provinz Hennegau gestohlen. Damals war das Fahrzeug noch in Belgien zugelassen. Das luxemburgische Kennzeichen war wenige Tage zuvor, am 25. Januar 2016, in Fontaine-l'Evêque gestohlen worden, etwa zehn Kilometer von Charleroi entfernt. Die Ermittler nehmen an, dass die Täter aus dieser Gegend stammen.

(L'essentiel)

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