Neue Bilder aufgetaucht – Bill Clinton ließ sich von Epstein-Opfer massieren

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Neue Bilder aufgetauchtBill Clinton ließ sich von Epstein-Opfer massieren

Neue Aufnahmen zeigen Clinton, der sich von einer Frau massieren lässt – derselben Frau, die angibt, mehrmals von Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vergewaltigt worden zu sein.

Ein älterer Herr im gelben Hemd lässt sich von einer jungen Frau den Nacken massieren. Das Bild, das die britische Daily Mail veröffentlichte, zeigt Ex-US-Präsident Bill Clinton und Chauntae Davies, eine damals 22-jährige Massage-Therapeutin.

Davies ist eine von mehreren Frauen, die dem US-Investmentbanker und Milliardär Jeffrey Epstein vorwerfen, sie sexuell missbraucht zu haben. Laut Daily Mail entstand das Foto 2002, als Bill Clinton Jeffrey Epstein auf einer humanitären Reise nach Afrika begleitete. Er soll sich dabei über einen «steifen Nacken» beklagt und Davies gefragt haben: «Würde es dir etwas ausmachen, mir den Nacken zu massieren?»

«Perfekter Gentleman»

Davies beschrieb Clinton auf dem betreffenden Flugtrip als «perfekten Gentleman». An Epstein vermittelt wurde die damals 22-Jährige von Ghislaine Maxwell, der langjährigen Geschäftspartnerin und Ex-Freundin von Epstein.

Maxwell wurde Anfang Juli von der US-Polizei auf ihrem Anwesen in New Hampshire festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, nicht nur von Epsteins Pädophilie und sexuellen Übergriffen gewusst, sondern dabei auch aktiv involviert gewesen zu sein.

Systematischer sexueller Missbrauch

Jeffrey Epstein soll zwischen 2002 und 2005 dutzende, teils minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Dazu erheben mehrere Frauen – darunter auch Chauntae Davies – den Vorwurf, Epstein habe sie vergewaltigt. Epstein nahm sich im August 2019 mutmaßlich in Untersuchungshaft das Leben. An dieser offiziellen Version seines Ablebens gibt es jedoch Zweifel – vermutet wird, dass Epstein umgebracht wurde.

Bill Clinton hatte während seiner Amtszeit als Präsident ein außereheliches Verhältnis mit Monica Lewinsky, einer damaligen Sekretärin im Weißen Haus. Zwischen 1995 und 1997 soll es neunmal zu einvernehmlichen sexuellen Kontakten zwischen ihr und Clinton gekommen sein, gab Lewinsky an.

Zuvor hatte eine Staatsangestellte des Bundesstaates Arkansas, wo Clinton Gouverneur war, Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen ihn erhoben. Insgesamt vier Frauen legen dem einstigen US-Präsidenten sexuelle Belästigung oder Missbrauch zur Last. Clinton bestreitet bis heute alle Vorwürfe.

(L'essentiel/Reto Heimann)

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