In Luxemburg – Bioprodukte setzen sich nur schwer durch
Publiziert

In LuxemburgBioprodukte setzen sich nur schwer durch

ETTELBRÜCK – Besucher und Aussteller der Landwirtschaftsmesse am Sonntag hatten unterschiedliche Meinungen zu Bio-Labelprodukten.

Bioprodukte werden im Großherzogtum nicht einstimmig angenommen. Am Sonntag waren Besucher und Aussteller auf der Landwirtschaftsmesse in Ettelbrück teils sehr unterschiedlicher Meinungen.

«Der biologische Anbau hat in Luxemburg eine sehr politische Bedeutung. Es gibt zum Beispiel organisch arbeitende Unternehmen, die Nitratdünger verwenden. Das Bio-Label verkauft sich eben gut, vor allem an Kunden, die nicht viel Einblick haben», sagt Pierre, Landwirt aus Keischpelt.

Markt ist immer noch zu klein

Fredy de Martines, der Präsident der Genossenschaft «D'fair Mëllech», spricht von einer «zu begrenzten» Kundschaft. «Mit 3 bis 5 Prozent Biokonsumenten ist der Markt immer noch zu klein», sagt er. «Dabei setzen wir auf Transparenz was die Herstellung unserer Milchprodukte anbelangt – und auch der Preis steigt nicht.»

Pit und Nora sind der Ansicht, dass Bio-Produkte weiter gefördert werden sollten: «Der Geschmack von Bio-Fleisch ist viel authentischer.» «Es ist bedauerlich, dass einige Züchter das Label nutzen, um ihre Preise zu erhöhen, ohne die Produktionsbedingungen einzuhalten», sagt das Paar aus Mamer.

(Ana Martins/L'essentiel)

Deine Meinung