Ehec-Darmkeim – Biotomaten aus dem Verkehr gezogen

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Ehec-DarmkeimBiotomaten aus dem Verkehr gezogen

LUXEMBURG – Biotomaten, auf denen sich der Ehec-Erreger befinden könnte, sind im Großherzogtum aus dem Handel entfernt worden.

Absatzschwierigkeiten: Ein Bauer in Ronneburg bei Hannover zerstört den Salat, der auf seinem Feld gewachsen ist.

Absatzschwierigkeiten: Ein Bauer in Ronneburg bei Hannover zerstört den Salat, der auf seinem Feld gewachsen ist.

AFP

Die luxemburgischen Behörden sind über das Frühwarnsystem der Europäischen Kommission darüber informiert worden, dass im Großherzogtum eine geringe Anzahl von Tomaten aus dem Handel gezogen wurden. Dies teilte die Regierung am Sonntag mit.

Dabei handelt es sich um Produkte mit der Bezeichnung «Tomates cherry», «cocktail tomates» und «vine tomatoes Roma». Sie sollen in Spanien angebaut und über Deutschland vertrieben worden sein. Die Tomaten wurden in den Läden Alavita in Junglinster und Mullebutz in Luxemburg angeboten. Ein Teil der Ware wurde bereits verkauft. Die luxemburgischen Behörden weisen darauf hin, dass es sich um eine Präventivmaßnahme handelt. Verbraucher sollten die Tomaten im Zweifelsfall nicht essen.

Zehn Todesfälle in Deutschland

Möglich ist auch, dass Ehec-verseuchte Gurken nach Luxemburg gelangten. So sind in Tschechien Gurken aus einer Ehec-verseuchten Charge in den Handel gelangt. Die aus einer verseuchten spanischen Produktion stammenden Gurken seien von einer tschechischen Firma aus Deutschland importiert worden, hieß es bei der tschechischen Lebensmittelinspektion. Gurken aus derselben Produktion seien vermutlich auch nach Ungarn, Österreich und Luxemburg geliefert worden.

In Deutschland sind zehn Menschen durch den Erreger gestorben. Alle Opfer stammten aus dem Norden des Landes. Deutschlandweit wurden mittlerweile mehr als 1000 bestätigte und EHEC-Verdachtsfälle registriert. In Rheinland-Pfalz sind bislang zwei Fälle schwerer EHEC-Infektionen im Zuge der aktuellen Krankheitswelle bekannt. Im Saarland waren bis Freitag fünf Fälle von EHEC gemeldet worden, davon drei Patienten mit einem schweren Verlauf.

L'essentiel Online/dpa

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