20.000 Kilometer – Biowein-Road-Trip durch Europa endet in Remerschen
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20.000 KilometerBiowein-Road-Trip durch Europa endet in Remerschen

REMERSCHEN – Zwei junge Studentinnen der Handelsschule in Bordeaux haben in Luxemburg ihre 20.000 Kilometer lange Reise durch die europäischen Bio-Weinberge ausklingen lassen.

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Am Donnerstagvormittag sind Justine und Zoé auf dem Weingut Sunnen-Hoffmann im Großherzogtum abgekommen – einem Vorreiter des biologischen Weinbaus in Luxemburg.

Am Donnerstagvormittag sind Justine und Zoé auf dem Weingut Sunnen-Hoffmann im Großherzogtum abgekommen – einem Vorreiter des biologischen Weinbaus in Luxemburg.

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Es sollte die letzte Etappe ihres großen Abenteuers sein, das für die beiden Studentinnen bereits am 8. Juli in Poitier begann:. Marie Kox (Mitte), zeigt ihnen das Weingut Sunnen-Hoffmann.

Es sollte die letzte Etappe ihres großen Abenteuers sein, das für die beiden Studentinnen bereits am 8. Juli in Poitier begann:. Marie Kox (Mitte), zeigt ihnen das Weingut Sunnen-Hoffmann.

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Über 20.000 Kilometer führte sie ihr ungewöhnliches und mutiges Projekt mit dem Van zu Bio-Winzern in ganz Europa – fünf Monate lang. Ein Wagnis.

Über 20.000 Kilometer führte sie ihr ungewöhnliches und mutiges Projekt mit dem Van zu Bio-Winzern in ganz Europa – fünf Monate lang. Ein Wagnis.

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Am Donnerstagvormittag sind Justine und Zoé auf dem Weingut Sunnen-Hoffmann im Großherzogtum abgekommen – einem Vorreiter des biologischen Weinbaus in Luxemburg. Es sollte die letzte Etappe ihres großen Abenteuers sein, das für die beiden Studentinnen der Business School Kedge in Bordeaux bereits am 8. Juli in Poitier begann: Über 20.000 Kilometer führte sie ihr ungewöhnliches und mutiges Projekt mit dem Van zu Bio-Winzern in ganz Europa – fünf Monate lang. Ein Wagnis.

«Ziel der Studienreise war es, Bio-Weinberge in Europa zu entdecken, Winzer zu treffen, die ihren Beruf mit Leidenschaft und Begeisterung ausüben, und mehr über die einzelnen Anbaugebiete und Herstellungstechniken zu erfahren», erzählen die beiden Studentinnen noch ganz aufgeregt, obwohl sie nach fünf Monaten auf Achse auch ein wenig müde wirken. Denn der Van, den die beiden für die Reise gekauft und akribisch umgebaut hatten, bot eben auch nur ein Minimum an Komfort.

Auf ihrer Reise durch Spanien, Portugal, die Schweiz, Österreich, Ungarn, Italien (einschließlich eines Abstechers nach Sizilien) und schließlich auch ins Großherzogtum trafen die Abenteuerinnen etwa 30 Winzer – und sammelten dabei einige unvergessliche Momente. «Die unerwartete Einladung zu einem Savoyer Fondue in der Schweiz war ein toller Moment», erinnern sich die beiden.

«Wir waren Zeugen einer nächtlichen Drogenübergabe auf einem Parkplatz in Spanien»

Doch wer monatelang mit einem Camper unterwegs ist weiß, dass so eine Tour selten reibungslos abläuft und fast immer unvorhergesehene Schwierigkeiten birgt. Etwa als ihr Van an einem Strand in Portugal stecken blieb: «Glücklicherweise halfen uns ein paar sehr nette Portugiesen aus dieser misslichen Lage», erzählen sie mit einem Lächeln. Aber Justine und Zoé waren auch unfreiwillige «Zeugen einer nächtlichen Drogenübergabe auf einem verlassenen Parkplatz in Spanien» und mussten «Lösungen finden, als das Vorzelt unseres Vans wegflog oder unsere Scheibenwischer nicht mehr funktionieren wollten».

Geschichten dieser Art werden die beiden viele zu erzählen haben. Doch nach ein paar Tagen Ruhe und Weihnachtsfeiertagen mit der Familie wollen die beiden ihr Studium fortsetzen. Justine plant im Januar nach Bordeaux zurückzukehren, um ihren Master zu machen, Zoé im kanadischen Toronto machen. Doch ihr fünfmonatiges Abenteuer in den Bio-Weinbergen Europas bleibt wohl beiden unvergessen.

(pp/L'essentiel)

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