Kardashian-Scheidung – ... bis das Kalkül euch scheidet

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Kardashian-Scheidung... bis das Kalkül euch scheidet

Kurz aber lukrativ: Die 72 Tage offizielle Zweisamkeit haben sich für Kim Kardashian und Kris Humphries gelohnt. Sie vermarkteten ihre Ehe nach den Regeln der TV-Kunst.

Nach einer medienwirksamen Hochzeit hat Kim Kardashian nur 72 Tage später die Scheidung eingereicht.

Nach einer medienwirksamen Hochzeit hat Kim Kardashian nur 72 Tage später die Scheidung eingereicht.

Keystone

Welch rührende Szene, als Basketball-Profi Kris Humphries um die perfekt manikürierte Hand von Reality-Star/Po-Wunder Kim Kardashian anhält. Mit dabei: Millionen von TV-Zuschauern. Es scheint bereits damals bezeichnend, wie eingehend Kardashian zuerst den Verlobungsring begutachtet, bevor sie Ja sagt. Richtig überwältigt ist sie vom Schmuckstück, das sie nicht aus den Augen lassen kann und pausenlos «Oh mein Gott» stammelt. Dabei handelt es sich wohlbemerkt nicht um ihren Frischverlobten – für den hat sie bloß ein paar verhaltene Küsschen übrig.

Ob es sich beim Reality-TV-Bund um echte Liebe handelt, maßen wir uns jetzt nicht an zu beurteilen. Doch gelohnt hat es sich allemal. Ihre Märchenhochzeit im August war das Einmaleins des Marketings, wobei das Paar satte 18 Millionen US-Dollar absahnte. Der größte Teil davon stammt vom Sender «E!» für die TV-Rechte an der Heirat. Außerdem zahlte die Zeitschrift «People» rund eine Million US-Dollar für exklusive Hochzeitsfotos. Und sogar zum Feiern wird Kardashian bezahlt: Für ihre Junggesellenparty erhielt sie etwa 500 000 US-Dollar von dem Nachtclub in Las Vegas, in dem das Fest stattfand.

Am Scheidungstag wirbt Kardashian auf Twitter

Doch wenige Wochen nach der Hochzeit und dem lukrativ vermarkteten Honeymoon geisterten bereits erste Krisengerüchte durch die Klatschpresse. Am 31. Oktober dann die Schocknachricht: Nach nur 72 Tagen reicht Kim Kardashian die Scheidung ein. Gemessen an ihrem Einkommen haben die beiden in dieser Zeit ungefähr 250 000 US-Dollar pro Tag verdient.

Männerschwarm Kardashian ist wieder zu haben? Klar, dass an diesen Tag der eine oder andere Fan auf ihrer Twitter-Seite vorbeischaut. Dort nutzte Kim kurz vor ihrem ersten Statement zur Trennung die Gelegenheit, die Werbetrommel für das neue, familieneigene Kleidergeschäft zu rühren: «Unser Laden KardashianKhaos öffnet morgen. Wir sind so aufgeregt», twitterte sie.

Zufall? Dann wäre es ebenfalls Zufall, dass am Tag nach der Bekanntgabe ihrer Scheidung das neue Buch ihrer Mutter «Kris Jenner… And All Things Kardashian» erschien?

Der Lückenbüßer will nicht aufgeben

So wirklich überraschte die Verkündung der Trennung wohl niemanden. Die Nachricht ließ Kardashian gegenüber dem TV-Sender «E!» verlauten: «Nach gründlicher Überlegung bin ich zum Schluss gekommen, meine Ehe zu beenden. Ich habe gehofft, diese Ehe sei für immer, aber manchmal laufen die Dinge eben nicht so wie geplant». Noch-Ehemann Kris Humphries gab sich hingegen kämpferisch: «Ich liebe meine Frau und bin am Boden zerstört, dass sie die Scheidung einreicht. Ich bin bereit zu tun, was immer nötig ist, damit es funktioniert», ließ er über seinen Sprecher ausrichten.

Bemerkenswertes Statement von einem Mann, der nicht Kims erste Wahl war. Vor einigen Tagen enthüllte das US-Klatschportal «Wetpoint», dass Kim den Basketball-Profi Danilo Gallinari von den New York Knicks eigentlich bevorzugt hätte, dieser aber kein Interesse hatte. «Sie war nie besonders begeistert von Humphries, aber sie hoffte, dass sie noch Gefühle entwickeln würde. Nur ist das nie passiert. Sie fand ihn nicht einmal besonders attraktiv und hasste es, mit ihm ins Bett zu müssen oder einfach mit ihm zu knutschen», zitiert «RadarOnline» einen Insider aus den Produzentenkreisen der Reality-Show.

Versöhnung im TV?

Gut möglich, dass Kim vom Ehe-Theater genug hat. Doch es würde auch nicht überraschen, wenn selbst die Scheidung ein PR-Gag wäre. Schließlich ließen sich auch TV-Paartherapien sicher prima vermarkten.

L'essentiel Online/lah

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