In Luxemburg – Bisher kein Schutz vor Unwetter-Schäden
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In LuxemburgBisher kein Schutz vor Unwetter-Schäden

LUXEMBURG – Die starken Regenfälle im Juni verursachten unter den Agrarbetrieben des Landes schwere Schäden. Dagegen versichern können sie sich derzeit jedoch nicht.

Bisher gab es beim Ministerium für Landwirtschaft nur eine Anfrage wegen Schadensersatz.

Bisher gab es beim Ministerium für Landwirtschaft nur eine Anfrage wegen Schadensersatz.

Editpress/Alain Rischard

Anfang Juni mussten die Landwirte des Großherzogtums große Einbußen bei ihrer diesjährigen Ernte verkraften. Verantwortlich dafür waren die zahlreichen Unwetter. Damit werden die Bauern allerdings leben müssen. Denn «anders als in unseren Nachbarländern existiert in Luxemburg keine Versicherung, die diese Situation abdeckt», erklärte der Minister für Landwirtschaft Fernand Etgen (DP) auf die Nachfrage der Abgeordneten Martine Hansen, Octavia Modert und Aly Kaes.

Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es nur eine Lösung, das Risiko zu begrenzen: häufigere Wechsel der Felder und der darauf angebauten Kulturen. Ab dem nächsten Jahr soll es dann eine umfassende Versicherung in Luxemburg geben. Bisher konnte man sich nur gegen Schäden durch starke Niederschläge über 50 Millimeter pro Tag versichert. Die entstandenen Schäden seien jedoch auf die hohe Anzahl der Unwetter zurückzuführen, wie der Minister sagt: «Deshalb hat die Versicherung in den meisten Fällen nicht gegriffen.»

Nun wolle das Ministerium für Landwirtschaft die Situation der einzelnen Agrarbetriebe überprüfen. Diese sollen, soweit es die kommunalen Gesetze zulassen, gegebenenfalls unterstützt werden. Bisher hat nur ein Gemüsebauer das Ministerium über den Schaden an seinen Salatköpfen informiert. Die zuständigen Abteilungen prüfen derzeit, ob der Betroffene entschädigt werden kann.

(jd/sw/L'essentiel)

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