Santé-Mitteilung: Bisher keine Affenpocken-Fälle in Luxemburg – dennoch Vorsicht geboten
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Santé-MitteilungBisher keine Affenpocken-Fälle in Luxemburg – dennoch Vorsicht geboten

LUXEMBURG – Um das Großherzogtum breitet sich das Affenpockenvirus aus. Das luxemburgische Gesundheitsministerium und die WHO setzen auf Aufklärung und Sensibilisierung.

Frühere Affenpockenfälle außerhalb Afrikas waren immer mit Reisen in Gebiete, in denen die Erkrankung endemisch ist oder mit Kontakt zu Reiserückkehrenden oder kontaminierten Materialien verbunden.

Frühere Affenpockenfälle außerhalb Afrikas waren immer mit Reisen in Gebiete, in denen die Erkrankung endemisch ist oder mit Kontakt zu Reiserückkehrenden oder kontaminierten Materialien verbunden.

WHO/Nigeria Centre for Disease Control

Weltweit breitet sich das Affenpockenvirus aus, das Großherzogtum ist bisher verschon geblieben, wie das Gesundheitsministerium in einer Mitteilung am Samstag schreibt. Es gebe bisher weder Verdachts-, noch bestätigte Fälle. «Die Situation wird zusammen mit den europäischen Partnern sehr genau beobachtet. Im Moment geht es darum, das Bewusstsein für die potenzielle Verbreitung des Affenpockenvirus zu schärfen», so die Santé. In den Nachbarländern Belgien, Frankreich und Deutschland ist das Virus seit Ende vergangener Woche bereits angekommen, außerdem gibt es in Europa bereits Fälle in Portugal, Italien, Schweden, Großbritannien und in der Schweiz.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert eine Reihe von Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung der Affenpocken. Es sei «dringend notwendig», das Bewusstsein für die Virenerkrankung zu erhöhen, hieß es Samstagnacht auch von der UN-Organisation in Genf. Außerdem müssten Fälle umfassend ausfindig gemacht und isoliert werden sowie Ansteckungswege rückverfolgt werden.

Die Erkrankungen, die bisher in Europa, Nordamerika und Australien bekannt wurden, betrafen laut WHO hauptsächlich – aber nicht nur – Männer, die gleichgeschlechtlichen Sex haben. Wegen der noch eingeschränkten Beobachtungslage sei es sehr wahrscheinlich, dass Fälle in weiteren Bevölkerungsgruppen und Ländern auftauchen.

Meist milde Symptome

Mit Stand von Samstag ging die WHO von rund 90 bestätigten Infektionen und 30 Verdachtsfällen aus. Das Affenpocken-Virus ruft meist milde Symptome wie Ausschlag, Fieber und Pusteln hervor, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen.

Reisebeschränkungen oder Absagen von Veranstaltungen in betroffenen Ländern sind aus Sicht der WHO derzeit nicht notwendig. Die Organisation wies zwar darauf hin, dass es bei Massenveranstaltungen zu Ansteckungen kommen kann, betonte aber auch, dass Vorsichtsmaßnahmen gegen Covid-19 auch gegen Affenpocken wirken.

Affenpocken

(mei/L'essentiel/DPA/fur)

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