Zwei Verletzte – Bitterer EM-Sieg für deutsche Handballer

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Zwei VerletzteBitterer EM-Sieg für deutsche Handballer

Das war ein teuer erkaufter Sieg für die deuschte Handballnationalmannschaft. Beim 30:29-Triumpf über Russland verletzten sich zwei Leistungsträger.

Kapitän Steffen Weinhold verletzte sich beim Sieg gegen Russland und droht beim entscheidenden Spiel um den Halbfinal-Einzug auszufallen.

Kapitän Steffen Weinhold verletzte sich beim Sieg gegen Russland und droht beim entscheidenden Spiel um den Halbfinal-Einzug auszufallen.

AFP/Janek Skarzynski

Das war ein bitterer Sieg für die deutschen Handballer am Sonntag. Mit 30:29 (17:16) gegen Russland gewonnen, aber Steffen Weinhold und Christian Dissinger verloren. Vor dem entscheidenden Spiel um den Einzug ins EM-Halbfinale am Mittwoch gegen Dänemark ist der Einsatz der beiden Rückraumspieler unwahrscheinlich. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) soll am heutigen Montag Aufschluss über Art und Schwere der Verletzungen bringen. «Wir müssen das abwarten», sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson.

Die möglichen Ersatzleute wurden am Sonntagabend schon aktiviert. Julius Kühn vom VfL Gummersbach und Kai Häfner von der TSV Hannover-Burgdorf sollen gegen 14 Uhr im deutschen Teamhotel in Breslau ankommen. Ob sie tatsächlich nachnominiert werden, ist offen. Bis zum Mittwoch um 9 Uhr bleibt Zeit für die Entscheidung.

Sieg trotz Grippe-Welle

Gegen Russland hatte sich die deutsche Mannschaft zum vierten Sieg in Serie gezittert. Was vorher nicht bekannt war: Zahlreiche Spieler waren von Grippe geschwächt. «Dass die Kraft hintenraus nicht reicht, war klar», sagte Delegationsleiter Bob Hanning.

Die Partie war ein ständiges Auf und Ab. Erst lag die deutsche Mannschaft mit drei Toren hinten (4:7), dann mit fünf Toren vorn (25:20) – und am Ende wurde es richtig eng. Doch Torhüter Carsten Lichtlein parierte in letzter Sekunde den Wurf von Dmitri Schitnikow, weil er dessen Wurfbilder ausgiebig studiert hatte. «Ich wusste, wo der Ball hingeht», erzählte er hinterher.

Ergebnisse und Tabellen:

Hauptrunde:

Gruppe I, in Krakau:

Donnerstag, 21.01.2016:
Frankreich - Weißrussland 34:23 (20:5)
Mazedonien - Kroatien 24:34 (13:17)
Samstag, 23.01.2016:
Frankreich - Kroatien 32:24 (16:10)
Polen - Norwegen 28:30 (15:16)
Montag, 25.01.2016:
Mazedonien - Norwegen 18.15
Polen - Weißrussland 20.30
Mittwoch, 27.01.2016:
Mazedonien - Weißrussland 16.00
Frankreich - Norwegen 18.15
Polen - Kroatien 20.30

1. Frankreich 4 121:101 6
2. Norwegen 3 93:86 6
3. Kroatien 4 116:111 4
4. Polen 3 83:78 4
5. Mazedonien 3 70:88 0
6. Weißrussland 3 71:90 0

Gruppe II, in Breslau:

Freitag, 22.01.2016:
Deutschland - Ungarn 29:19 (17:9)
Schweden - Russland 28:28 (15:15)
Sonntag, 24.01.2016:
Deutschland - Russland 30:29 (17:16)
Spanien - Dänemark 23:27 (14:11)
Dienstag, 26.01.2016:
Spanien - Ungarn 18.15
Schweden - Dänemark 20.30
Mittwoch, 27.01.2016:
Schweden - Ungarn 16.00
Deutschland - Dänemark 18.15
Spanien - Russland 20.30

1. Dänemark 3 88:70 6
2. Deutschland 4 115:106 6
3. Spanien 3 79:78 4
4. Russland 4 109:115 3
5. Schweden 3 76:79 1
6. Ungarn 3 67:86 0

Modus: Gruppen-1. und 2. im Halbfinale; 3. im Spiel um Platz 5; 4.
im Spiel um Platz 7

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