Neuer Standort in Sicht – Bleibt das ganze Agrarzenter in Luxemburg?

Publiziert

Neuer Standort in SichtBleibt das ganze Agrarzenter in Luxemburg?

LUXEMBURG – Das letzte Wort über den umstrittenen Umzug der Futtermittelfabrik des Bauernverbands ins deutsche Perl ist noch nicht gesprochen. Jetzt kommt Mertert ins Spiel.

In Perl-Besch wollte der Bauernverband seine Futtermittelfabrik bauen. Die Entscheidung war in Politik und eigenen Reihen umstritten.

In Perl-Besch wollte der Bauernverband seine Futtermittelfabrik bauen. Die Entscheidung war in Politik und eigenen Reihen umstritten.

L'essentiel/sb

Ein Umzug in den Hafen in Mertert steht nun zur Debatte. Denn die Entscheidung des Bauernverbands (Verband), einen Teil des Agrarzenters ins deutsche Perl auszulagern, war nicht nur bei der Regierung, sondern auch unter den Landwirten umstritten. Der Plan sah vor, die Futtermittelfabrik am deutschen Moselufer zu bauen und den Rest des Agrarzenters in Colmar in unmittelbarer Nähe zum Fahrsicherheitszentrum an der Nordautobahn.

Der Umzug nach Deutschland ist aber offenbar unsicher. Am Montag soll nun mit den Verantwortlichen des Hafens in Mertert über eine mögliche Ansiedlung der Futtermittelfabrik beraten werden. Das wurde bei einer Sitzung des Agrarausschusses im Parlament bekannt, wie das Tageblatt auf seiner Internetseite meldet. Der Verband werde die Option eines Umzugs nach Mertert prüfen.

Verträge nicht unterschrieben

Die Vorteile liegen für die Bauern auf der Hand: Wird die Futtermittelfabrik in Luxemburg gebaut, kommen staatliche Förderungen in Frage. Die Entscheidung für den Standort Perl hatte der Verband jedoch damit erklärt, der Hafen sei bisher an einer Ansiedlung nicht interessiert gewesen.

Nun könnte doch alles anders kommen: Die Verträge mit Perl sind nach Aussagen des Parlamentariers Roger Negri (LSAP) noch nicht unterschrieben. Die Futtermittelfabrik soll 23 Millionen Euro kosten und im kommenden Jahr gebaut werden.

L'essentiel Online

Deine Meinung