Obdachlose in Luxemburg – Bleibt das Winterquartier länger geöffnet?

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Obdachlose in LuxemburgBleibt das Winterquartier länger geöffnet?

LUXEMBURG – Mehrere Verbände arbeiten unter Hochdruck an Lösungen, um die Obdachlosen im Land in dieser Zeit der Pandemie zu schützen.

Stëmm vun der Strooss serviert seine Mahlzeiten für Obdachlose nun im Freien.

Stëmm vun der Strooss serviert seine Mahlzeiten für Obdachlose nun im Freien.

Ob «Bleift doheem», «bleibt zuhause» oder «stay at home». Es geht immer darum, die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur denken die Wenigsten dabei an die Obdachlosen und Bedürftigen, für die die Situation besonders schwer ist. Überall, auch in Luxemburg. «Das Gesundheitsministerium hat uns gebeten, so lange wie möglich am Ruder zu bleiben», sagt Arnaud Watelet, Verwaltungs- und Finanzdirektor der Organisation Stëmm vun der Strooss, die Obdachlosen und Bedürftigen hilft.

Bis Dienstag, den 31. März, sind die Obdachlosen im Rahmen der Winteraktion in einem von der Caritas verwalteten Gebäude in Findel untergebracht. Wie geht es weiter? «Wir werden je nach Entwicklung sehen, ob es notwendig ist, die Winteraktion zu verlängern», erklärt Stéphanie Goerens, die für das Familienministerium zuständig ist. Im vergangenen Jahr waren 773 Personen in Findel untergebracht. Die Winteraktion umfasst auch eine Kindertagesstätte in Bonneweg. «Die Anweisungen sind die gleichen wie anderswo: zwei Meter Abstand, Hände waschen und so weiter», erklärt Stéphanie Goerens.

Auch die Stëmm hat sich neu organisiert und einige ihrer Mitarbeiter haben neue Aufgaben erhalten. «Unsere Priorität ist es, sie zu schützen», betont Arnaud Watelet. «Wir haben unsere therapeutische Werkstätten wie die Schweesdrëps geschlossen und auch unsere Restaurants bieten keine Gastraum mehr an. Die Mahlzeiten werden «to-go» mit einem Getränk vor der Tür serviert.»

(L'essentiel/sg)

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