AKW Cattenom – Block eins bleibt nach Brand vom Netz
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AKW CattenomBlock eins bleibt nach Brand vom Netz

CATTENOM - Nach der neuen Panne im grenznahen AKW bleibt dort ein Block vom Netz. Ein Transformator hatte gebrannt. Wann es dort wieder normal weitergeht, ist noch unklar.

Nach einem Brand im französischen Atomkraftwerk Cattenom nahe der luxemburgischen Grenze bleibt ein Block der Anlage vorerst abgeschaltet. Der Reaktorblock 1 stehe weiter still, sagte ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers EDF am Sonntag. Mitte dieser Woche sei voraussichtlich klar, wie lange der Stillstand noch dauern werde. Zuvor hatte der Sprecher erklärt, dies hänge vom Ergebnis der Untersuchungen und der genauen Art der Reparaturarbeiten ab. Nach seinen Angaben treten Zwischenfälle wie diese sehr selten auf. Die Ursache für den Brand eines Transformators war zunächst noch unklar.

Block 1 hatte sich am Freitag laut EDF automatisch abgeschaltet, nachdem ein Transformator in einem nicht nuklearen Teil der Anlage zu brennen begonnen hatte. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben des Betreibers keine Gefahr. Verletzt wurde niemand. Das Feuer war EDF zufolge nicht groß, verursachte aber viel Rauch. Das saarländische Umweltministerium sprach davon, dass in dem AKW Öl in Brand geraten war. Es wurde nach Angaben der französischen Atomaufsicht rasch gelöscht.

In den vergangenen Jahren war es immer wieder zu Pannen und Zwischenfällen in der Atomanlage gekommen. Zuletzt war Block 1 im Mai nach Dampfaustritt im Maschinenhaus abgeschaltet worden. Die Anlage hatte bei Stresstests schlecht abgeschnitten. Cattenom ist nur wenige Kilometer von Deutschland, Belgien und Luxemburg entfernt. Luxemburg sowie die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland hatten nach dem Brand ihre Forderung bekräftigt, dass das Atomkraftwerk abgeschaltet werden müsse.

(L'essentiel Online/dpa)

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