WM-Qualifikation – Blutjunge rote Löwen fordern Weißrussland
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WM-QualifikationBlutjunge rote Löwen fordern Weißrussland

Nach der knappen 0:1-Niederlage gegen Schweden will die luxemburgische Fußball-Nationalmannschaft heute etwas Zählbares aus Minsk mit nach Hause nehmen.

Belarus' defender Igor Shitov (L) vies for the ball with Luxembourg's forward Stefano Bensi during the Euro 2016 qualifying football match between Belarus and Luxembourg in Borisov, outside Minsk, on September 8, 2015. AFP PHOTO / MAXIM MALINOVSKY / AFP PHOTO / MAXIM MALINOVSKY

Belarus' defender Igor Shitov (L) vies for the ball with Luxembourg's forward Stefano Bensi during the Euro 2016 qualifying football match between Belarus and Luxembourg in Borisov, outside Minsk, on September 8, 2015. AFP PHOTO / MAXIM MALINOVSKY / AFP PHOTO / MAXIM MALINOVSKY

AFP/Maxim Malinovsky

Dieses Match heute Abend (20.45 Uhr) hatten sich die Verantwortlichen der FLF schon lange im Kalender markiert: In der schwierigen Gruppe A der Qualifikation für die Fußball-WM 2018 rechnete sich Luxemburg gegen die weißrussische Auswahl die meisten Chancen auf Punkte aus. Nach zwei knappen Niederlagen – 3:4 in Bulgarien und 0:1 gegen Schweden – ist im Lager der Roten Löwen jedoch Tiefstapeln angesagt.

«Wenn wir ohne Verletzte wären, wäre es eine andere Situation», sagt FLF-Trainer Luc Holtz. «Aber so wie es jetzt aussieht, ist Weißrussland großer Favorit.» Vor Angst erstarren müssen die Luxemburger aber nicht: Die weißrussische Mannschaft hat bis auf den alternden Aleksander Hleb keine Stars in ihren Reihen. Gegen die Niederländer setzte es zuletzt eine 1:4-Niederlage. Immerhin: Gegen Vize-Europameister Frankreich reichte es für ein 0:0-Remis. Und im Duell mit Luxemburg müssen die Weißrussen zur Abwechslung das Spiel machen – nicht gerade eine Stärke des Teams von Trainer Aleksandr Khatskevich.

Mut und Kampf

Doch auch die FLF-Auswahl kämpft mit Problemen. In Minsk fallen gleich drei wichtige Spieler aus: Chanot, Gerson und Bensi. Hinzu kommt die Sperre von Malget, der am Freitag gegen Schweden eine gelb-rote Karte kassiert hatte. Im winterlichen Grau von Minsk hatte Holtz nur zwei Trainingseinheiten, um seine Abwehr neu einzustellen.

Die eingeleitete Verjüngungskur im A-Kader wird sich auch gegen Weißrussland fortsetzen. «Wir haben Glück, die 18- und 19-jährigen erholen sich sehr schnell», sagt Holtz mit einem Augenzwinkern. «Wir müssen mutig sein und den Kampf annehmen.»

(Philippe Di Filippo aus Minsk/L'essentiel)

Die Vorgeschichte

Luxemburg bekam es bereits in der Qualifikation für die EM-Endrunden 1996, 2008, 2012 und 2016 mit Weißrussland zu tun. Im Oktober 2007 gewann Luxemburg mit 1:0 in Homel, im Oktober 1994 und im Juni 2011 setzte es in Minsk allerdings jeweils eine 0:2-Niederlage für die Roten Löwen – das selbe Resultat wie beim Match im September 2015.

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