Drei Monate Pause – Boateng-Verletzung schockt Bayern und DFB-Team

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Drei Monate PauseBoateng-Verletzung schockt Bayern und DFB-Team

Er ist einer der besten Innenverteidiger der Welt - und fällt drei Monate aus. Die Verletzung von Jérôme Boateng treibt nicht nur dem FC Bayern Sorgenfalten auf die Stirn.

Bitter: Jérôme Boateng wird drei Monate pausieren müssen.

Bitter: Jérôme Boateng wird drei Monate pausieren müssen.

DPA

Nach dem ersten Schock müht sich Fußball-Weltmeister Jérôme Boateng um den Blick nach vorne und baut voll auf seine EM-Teilnahme. «Bis zur Europameisterschaft sollte es im Normalfall reichen. Ich muss dann aber auch erstmal wieder auf mein gewohntes Level kommen», sagte der Abwehrchef vom FC Bayern dem Kicker». Laut des Sportmagazins soll der 27-Jährige beim 2:1 gegen den Hamburger SV neben einem Muskelbündelriss im Adduktorenbereich auch einen Sehnenriss erlitten haben. Er wird etwa drei Monate ausfallen.

«Wir warten heute ab. Es gibt weitere Untersuchungen», sagte der besorgte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff am Montag in München am Rande des schon traditionellen Marketingtages zum Auftakt eines Turnierjahres. «Ich hoffe, dass er es Richtung Saisonende und EM packt», führte Bierhoff aus, der via SMS aufmunternde Worte an den Verteidiger schickte. «Jerome ist sehr niedergeschlagen und traurig, weil er sehr ehrgeizig ist», sagte Bierhoff in der «Bild».

Wird Bayern nochmal aktiv?

Zudem hat der Innenverteidiger keine Erfahrung mit schwereren Verletzungen. «Am Freitag und Samstag war ich geschockt und traurig. Ab heute schaue ich nur noch nach vorne, darf aber natürlich nicht übertreiben», erklärte Boateng. «Die Laune wird in nächster Zeit nicht so toll sein, wenn ich meine Energie nicht raushauen kann.»

In der Abwehr der Nationalmannschaft, die ihr erstes EM-Spiel am 12. Juni gegen die Ukraine absolviert, ist Boateng nach Benedikt Höwedes der zweite Langzeitverletzte in der Abwehr. Beim FC Bayern sind Javi Martínez und Holger Badstuber nach besorgniserregenden Krankheitsgeschichten zwar wieder fit, Medhi Benatia fehlt aber als weiterer Innenverteidiger noch wegen einer Muskelverletzung.

Nun wird spekuliert, ob sich die Münchner bis zum Ende des Transferfenster in der Abwehr verstärken. Da es auch ohne Boateng mit hoher Wahrscheinlichkeit zum nationalen Meistertitel reichen kann, wäre ein Neuzugang nur bei Einsatzmöglichkeiten in der Champions League sinnvoll. Und um dort für den FC Bayern auflaufen zu dürfen, dürfte ein neuer Profi noch nicht in dieser Spielzeit in der Königsklasse gespielt haben.

(L'essentiel/dpa)

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