Luftfahrt in der Krise – Boeing muss 2020 Rekordverlust verschmerzen
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Luftfahrt in der KriseBoeing muss 2020 Rekordverlust verschmerzen

Beim amerikanischen Flugzeugbauer läuft es momentan alles andere als rund. Die Corona-Krise, das 737 Max-Grounding und neue Verzögerungen bei der 777X sorgen für Krisenstimmung.

25.01.2020, USA, Everett: Das neue Boeing-Modell 777X startet auf dem Flughafen Everett zu seinem Erstflug. Foto: Ted S. Warren/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

25.01.2020, USA, Everett: Das neue Boeing-Modell 777X startet auf dem Flughafen Everett zu seinem Erstflug. Foto: Ted S. Warren/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ted S. Warren

Die Corona-Krise, das Debakel um den Krisenjet 737 Max und neue Verzögerungen beim Großraumjet 777X haben dem US-Flugzeugbauer Boeing 2020 einen Rekordverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Minus von mehr als 11,9 Milliarden US-Dollar (9,8 Milliarden Euro), wie der Airbus-Rivale am Mittwoch in Chicago mitteilte. 2019 hatte das Minus 636 Millionen Dollar betragen. Allein wegen der 777X legte Boeing zum Jahresende 6,5 Milliarden Dollar zurück. Dadurch fiel das Minus noch deutlich höher aus als von Analysten im Schnitt erwartet.

So soll das erste Exemplar der 777X erst Ende des Jahres 2023 ausgeliefert werden. Boeing hatte den Termin bereits mehrfach verschoben - zuletzt auf das Jahr 2022. Als Gründe für die erneute Verzögerung nannte der Konzern unter anderem veränderte Voraussetzungen für die Zulassung des Jets durch die Behörden und die veränderte Nachfrage der Fluggesellschaften infolge der Corona-Krise.

(L'essentiel/dpa)

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