Vierfachmord von Annecy – Bombenverdacht war Fehlalarm
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Vierfachmord von AnnecyBombenverdacht war Fehlalarm

Die besorgniserregenden Gegenstände im Haus der Familie al-Hilli in England, die eine Evakuierung des Viertels ausgelöst hatten, erwiesen sich als harmlos.

Der Bombenverdacht im Zuge der Ermittlungen um den Vierfachmord in den französischen Alpen hat sich als Fehlalarm erwiesen. Die zunächst für gefährlich gehaltenen Gegenstände, die im Haus des getöteten Elternpaares in der englischen Grafschaft Surrey gefunden wurden, seien harmlos, hieß es am Montag von der Polizei.

Die Nachbarn konnten wieder in die am Morgen evakuierten Häuser zurückkehren. Das Ehepaar, eine Großmutter sowie ein mutmaßlich unbeteiligter Radfahrer waren vergangenen Mittwoch unter mysteriösen Umständen erschossen worden. Die zwei Töchter der Familie im Alter von vier und sieben überlebten.

Seit Samstag durchsuchen französische und britische Ermittler das Haus des ermordeten Ehepaars in Claygate, einer Gemeinde in der Grafschaft Surrey.

Dabei stießen die Beamten am Montagmorgen auf «besorgniserregende Gegenstände». Diese sollen sich im Gartenhäuschen des Hauses befunden haben. Mitglieder der Bomb Disposal Unit (Bombenbeseitigungsseinheit) des Royal Logistics Corps fuhren beim Haus der Familie vor. Mehrere Gebäude im Umkreis wurden evakuiert und eine große Acrylglasscheibe vor dem Haus aufgestellt. Die Quartierstraße, an der das Haus liegt, wurde abgeriegelt.

Bei der Bluttat in den französischen Alpen waren am Mittwoch nebst dem Ehepaar auch die 74-jährige Mutter der Frau und ein französischer Biker erschossen worden, der vermutlich zufällig am Tatort vorbeikam. Die sieben und vier Jahre alten Töchter des Paares überlebten. Von ihnen erhofft sich die Polizei wichtige Hinweise zu den Umständen der rätselhaften Tat.

(L'essentiel Online/A. Hirschberg)

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