Tennis-Legende – Boris Becker will britische Staatsbürgerschaft

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Tennis-LegendeBoris Becker will britische Staatsbürgerschaft

Boris Becker zieht es nach Großbritannien, wo er in Wimbledon seine spektakulärsten Erfolge feierte. Jetzt will er auch offiziell den Schritt über den Kanal wagen.

Boris Becker nennt Wimbledon gerne sein «Wohnzimmer». Dort könnte er bald auch als Brite Platz nehmen.

Boris Becker nennt Wimbledon gerne sein «Wohnzimmer». Dort könnte er bald auch als Brite Platz nehmen.

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Boris Becker, ehemaliger deutscher Tenniskönig, hat einen Antrag auf britische Staatsangehörigkeit angekündigt. «Wir lieben Wimbledon sehr, die Leute behandeln uns mit Respekt», sagte Becker am Mittwoch im BBC-Fernsehen. Wimbledon sei seine berufliche Heimat seit 30 Jahren und seit ein paar Jahren auch seine private. Auf die Frage, ob er britischer Staatsbürger werden wolle, sagte Becker: «Am Ende werde ich mich sicher darum bemühen.»

«Wir fühlen uns wohl», betonte der 47-Jährige, dreimaliger Gewinner des Tennis-Turniers von Wimbledon. Die Veranstaltung im Londoner Süden gilt als das wichtigste Tennis-Ereignis der Welt.

Versprecher sorgt für Spott

Nach deutschem Staatsbürgerschaftsrecht könnte Becker seine deutsche Staatsangehörigkeit unter bestimmten Bedingungen behalten, falls er Brite werden sollte. Vor weniger als zwei Jahren hatte Becker in einem Interview der ARD mit dem Satz Aufsehen erregt: «...dass ich stolz, Deutscher zu bin». Anschließend hatte er im Internet viel Spott für den Versprecher geerntet.

Boris Becker hat schon in der Vergangenheit mehrmals in Interviews britischer Medien seine Liebe zu Großbritannien beteuert. Sein Sohn Amadeus sei in Großbritannien geboren, betonte er in dem BBC-Interview. In London lebt auch Anna Ermakova, Beckers uneheliche Tochter, die inzwischen als Model tätig ist.

(L'essentiel/dpa)

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