Angelina Jolie – «Brad und ich lernen kochen»

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Angelina Jolie«Brad und ich lernen kochen»

Angelina Jolie stand für «In the Land of Blood and Honey» zum ersten Mal hinter der Kamera. Zum DVD-Release sprach sie mit L'essentiel Online.

Angelina Jolie, Sie führten zum ersten Mal Regie. Haben Sie sich an Vorbildern orientiert?
Ja, ich lernte viel von Clint Eastwood oder Michael Winterbottom. Aber bei diesem Film wollte ich vor allem mit den Darstellern aus der Region ein Team bilden. Ich verbrachte viel Zeit damit, ihnen zuzuhören. Sie konnten mir zeigen, was wichtig war.

Was war Ihre Motivation, diesen Film zu machen?
Ich begann diese Geschichte zu schreiben, weil ich nicht verstehen konnte, was im bosnischen Krieg geschah. Je mehr ich darüber lernte, desto stärker bewegten mich diese Situation und diese Menschen.

War es für Sie als Mutter eine Herausforderung, den Film auf eine so unsentimentale Weise zu erzählen?
Ich bin von Natur aus keine sehr sentimentale Person. Außer wenn es um meine Kinder geht, dann bin ich geradezu lächerlich sentimental (lacht).

Wie muss man sich Ihr Familienleben vorstellen. Kochen Sie und Brad beispielsweise für Ihre Kinder?
Wir lernen es gerade. Das Frühstück kann ich schon. Aber für die aufwändigen Mahlzeiten besuchen Brad und ich Kurse. Wir bekommen ein Rezept und versuchen es am nächsten Tag selbst. Das sind unsere Kochabende, eine tolle Sache (lacht).

Nutzen Sie Ihre Berühmtheit bewusst, um die Aufmerksamkeit der Menschen auf zentrale Probleme unserer Welt zu lenken?
Ich unterscheide zwischen wichtigen und unwichtigen Themen, aber ich ködere die Menschen nicht bewusst mit dem einen und lenke sie dann aufs andere. Ich konzentriere mich einfach nur auf das, was mir wichtig erscheint, und das kommt letztlich auch zum Vorschein.

(L'essentiel Online/Raya Abirached)

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