Guatemala – Brand in überfülltem Kinderheim – 19 Tote

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GuatemalaBrand in überfülltem Kinderheim – 19 Tote

In der Hauptstadt Guatemalas ist in einer Unterkunft für Missbrauchsopfer und Obdachlose ein Feuer ausgebrochen. Rund ein Dutzend Kinder schweben in Lebensgefahr.

Bei einem Brand in einer Unterkunft für Kinder nahe Guatemala City sind nach Angaben der Feuerwehr mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. 38 Personen seien verletzt worden, teilte die Polizeibehörde des Landes am Mittwoch mit.

Laut Gesundheitsministerium befanden sich 14 mit schweren Verbrennungen in ernstem Zustand. Die schwersten Fälle, offenbar allesamt Mädchen, hätten lebensgefährliche Verbrennungen erlitten, sagte Carlos Soto vom Roosevelt-Krankenhaus, in dem einige der Opfer behandelt wurden.

Ein Sprecher der freiwilligen Feuerwehr Guatemalas, Mario Cruz, sagte dem Radiosender Emisoras Unidas, dass Feuerwehrleute noch Teile des Brands löschten. Bislang seien 19 Leichen gefunden worden.

Überfüllt – Berichte über Fluchtversuche

Die Unterkunft ist wegen Überfüllung und mutmaßlichen Missbrauchs in die Kritik geraten. Der Staatsanwalt Abner Paredes sagte Emisoras Unidas, ersten Berichten zufolge sei das Feuer ausgebrochen, als jemand Matratzen in der Unterkunft in Brand gesteckt habe.

Es gab Berichte über Fluchtversuche in der Unterkunft am Dienstag. Die Einrichtung war geschaffen worden, um Kinder unterzubringen, die Opfer von Missbrauch oder Obdachlosigkeit waren, oder Strafen in Jugendhafteinrichtungen abgeleistet und dann keinen anderen Ort haben, an den sie gehen könnten.

Während die Unterkunft für die Unterbringung von 500 Kindern und Jugendlichen ausgelegt war, waren dort zum Zeitpunkt des Brands Schätzungen zufolge 800 untergebracht.

(L'essentiel/mch/dapd)

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