Kontrollen nach Kavalkade – Brave Karnevals-Jecken ließen ihre Autos stehen

Publiziert

Kontrollen nach KavalkadeBrave Karnevals-Jecken ließen ihre Autos stehen

DIEKIRCH - Etwa 50 Fahrer hat die Polizei am Sonntag nach der Kavalkade in Diekirch zum Alkoholtest gebeten. Das Ergebnis fiel erstaunlich aus.

Die Polizei stellte den Autofahrern am Sonntag ein gutes Zeugnis aus.

Die Polizei stellte den Autofahrern am Sonntag ein gutes Zeugnis aus.

L'essentiel

Ein Alkoholtest nach einer Kavalkade bietet reichlich komische Szenen. Zum Beispiel, wenn die Polizisten ein Auto stoppen, in dem kostümierte Polizisten sitzen. Die Fahrerin hatte an diesem Abend zum Glück nicht zu viel getrunken – wie auch zahlreiche andere, die an diesem Sonntagabend auf der Route d'Ettelbruck in Ingeldorf von der Polizei kontrolliert wurden. Die Police Grand-Ducale führte noch zwei weitere Kontrollen an anderen Orten in Luxemburg durch.

Von den 50 kontrollierten Autofahrern in Ingeldorf entging nur eine knapp dem Führerscheinentzug. Die junge Frau kam mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung davon. Weiterfahren durfte sie aber nicht mehr - eine Verwandte musste sie von der Polizeikontrolle abholen. Die andere Person, die einen Strafzettel erhielt, hatte nur einen zerrissenen Führerschein vorweisen können. «Die Leute wissen, dass nach der Kavalkade kontrolliert wird. Deswegen passen sie mehr auf. Während eines normalen Wochenendes stellen wir mehr Strafen aus», sagt ein Polizist.

«Allein an diesem Wochenende haben wir 14 Führerscheine einkassiert», bestätigt Polizeisprecher Serge Arendt. Seit Freitag waren es sogar zwei Dutzend. Meistens sind die Autofahrer in Schlangenlinien unterwegs, bevor sie von einer Streife entdeckt werden. Auch wenn die Resultate nicht spektakulär war – die Message bei den Autofahrern schien angekommen: Die Polizei kennt bei Alkoholtests keine Gnade und wird sie weiterhin täglich durchführen. Die Autofahrer bei der Ausfahrt von Diekirch bestätigen: «Die Polizisten machen ihre Arbeit. Man verliert fünf Minuten, aber das ist kein Problem», sagt Rebelo (50). Auch er muss an diesem Abend keine Strafe zahlen.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

Deine Meinung