Reform bei der Post – Briefträger drohen mit Protestaktionen

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Reform bei der PostBriefträger drohen mit Protestaktionen

LUXEMBURG - Die Briefträger sind sauer: Bis zum 16. Mai muss die Briefverteilung neu organisiert werden. Mit der Neuordnung sind sie alles andere als einverstanden.

Die Bréifdréiergewerkschaft droht mit Protesten.

Die Bréifdréiergewerkschaft droht mit Protesten.

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«Seit 20 Jahren kämpfen wir gegen alle Maßnahmen, die die Direktion nun unter dem Vorwand einer Neu-Organisation der Briefverteilung durchboxt», kritisiert Eugène Kirsch, Vorsitzender der Bréifdréiergewerkschaft. «Es gab eine Abmachung mit der P&T-Führung wie auch mit dem Wirtschaftsministerium», so Kirsch, dessen Gewerkschaft 650 Staatsangestellte vertritt.

Dorn im Auge der Gewerkschafter ist der verstärkte Einsatz von Zeitarbeitern beim Briefe-Austragen. «Das sorgt für Überstunden, wenn wir junge Leute ausbilden, die nicht langfristig im Dienst bleiben.»

Dialog begraben?

Die Briefträger sind außerdem dagegen, mit den Zeitungen zusätzlich Werbung auszutragen. «Die Flexibilisierung, die in Frankreich und Belgien stattgefunden hat, hat zu nichts geführt. In Luxemburg haben wir einen der besten Postdienste und diese Qualität müssen wir unseren Kunden auch in Zukunft garantieren», bekräftigt Eugène Kirsch. Für die Gewerkschaften ist der Dialog mit der P&T-Direktion begraben. «Wenn wir keinen Kompromiss mit dem Ministerium und dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates finden, planen wir gewerkschaftliche Protestaktionen.»

Der Dialog mit den Gewerkschaften sei keinesfalls unterbrochen, heißt es bei den P&T auf Nachfrage von «L'essentiel». Aber ein einmal gefundenes Abkommen werde nicht noch einmal neu überdacht.

L'essentiel Online mit Séverine Goffin

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