Neue Umfrage : Briten not amused – Beliebtheit von Harry und Meghan sackt dramatisch ab

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Neue Umfrage Briten not amused – Beliebtheit von Harry und Meghan sackt dramatisch ab

Gespannt wartet das Vereinigte Königreich auf Teil zwei der «Harry und Meghan»-Doku. Wer bei den Royals die Öffentlichkeit hinter sich hat, scheint klar. Doch es geht auch um Doppelmoral.

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Anfang der Woche ist ein neuer Trailer zu den letzten drei Folgen von «Harry & Meghan» veröffentlicht worden. 

Anfang der Woche ist ein neuer Trailer zu den letzten drei Folgen von «Harry & Meghan» veröffentlicht worden. 

Netflix
Darin erhebt der 38-Jährige schwere Vorwürfe gegen das britische Königshaus: «Sie waren bereit zu lügen, um meinen Bruder zu schützen. Sie waren aber nie gewillt, die Wahrheit zu sagen, um uns zu schützen.» 

Darin erhebt der 38-Jährige schwere Vorwürfe gegen das britische Königshaus: «Sie waren bereit zu lügen, um meinen Bruder zu schützen. Sie waren aber nie gewillt, die Wahrheit zu sagen, um uns zu schützen.» 

Netflix
Auch die Herzogin von Sussex sagt, dass sie an «die Wölfe verfüttert» wurde.

Auch die Herzogin von Sussex sagt, dass sie an «die Wölfe verfüttert» wurde.

Netflix

Im Familienstreit der Windsors bläst Prinz Harry (38) und Herzogin Meghan (40) heftiger Gegenwind der britischen Medien und Öffentlichkeit entgegen. Die Zeitung «Times» nannte den Trailer für den zweiten Teil der Netflix-Doku über das Paar «aufwieglerisch». Die Boulevardzeitung «Sun» titelte am Dienstag mit Blick auf den Konflikt mit Bruder Prinz William (40): «Harrys Krieg gegen Will». In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov, die rund um den ersten Teil von «Harry und Meghan» erhoben und nun veröffentlicht wurde, sackte die Beliebtheit der beiden weiter ab.

Nur noch ein Drittel der Briten – meistens jüngere – hat laut der Umfrage eine positive Meinung über Harry, der zweimal für sein Land in Afghanistan diente. Hingegen denken 59 Prozent negativ über ihn. Damit sei das Nettoergebnis um 13 Zähler auf minus 26 im Vergleich zur vergangenen Erhebung Mitte November gesunken. Nur ein Viertel der Briten sieht Meghan positiv.

Doch es gibt auch Unterstützung für das Paar. Dabei fällt immer wieder der Name von Prinz Andrew – der Bruder von König Charles III. ist wegen seiner Verwicklung in einen Skandal um sexueller Misshandlung seit Jahren kaum noch in der Öffentlichkeit zu sehen. Dennoch wohnt er auf dem Gelände von Schloss Windsor und führt seinen Prinzentitel weiter. Die Rede ist von Doppelmoral.

Der Autor Russ Jones verstehe, warum die britischen Medien ein furchtbares Mitglied der Royals verunglimpfen, das Schande über die Queen gebracht habe. «Ich verstehe nur nicht, warum sie das harmlose schwarze Mädel gewählt haben, anstelle des übergriffigen weißen Monsters», twitterte Jones – und stellte ein Foto von Andrew dazu. Die beliebte TV-Moderatorin Lorraine Kelly betonte, falls Andrew und «einige echt zwielichtige» Staatschefs zur Krönung von Charles im Mai eingeladen würden, dann müssten Harry und Meghan auch auf der Gästeliste stehen.

Royal-Expertinnen und -Experten sind entsetzt

Royal-Expertin Angela Levin findet auf Twitter, die beiden gehen jetzt zu weit und setzte in Großbuchstaben dahinter: «Beweist es.» Die Royal-Reporterin des Senders Sky News, Laura Bundock, zeigte sich verblüfft, dass sich Harry selbst filmte, als das Paar vor Jahren mit einem «Flug in die Freiheit» – wie der Prinz es nennt – das Königreich verließ. «Hatte er damals schon einen Anruf von Netflix bekommen oder ahnte er, dass seine Geschichte einen Wert hat?»

Dem 38-Jährigen wird vorgeworfen, seiner Familie in den Rücken zu fallen und das Andenken an seine Großmutter Queen Elizabeth II. zu beschmutzen. Schon gibt es Gerüchte, der Palast könne sich rächen, indem er einen Bericht über Mobbingvorwürfe von Angestellten gegen Meghan an die Medien durchsticht.

Wirst du den zweiten Teil von «Harry & Meghan» ansehen?

Royal-Expertin Nicoletta Gullace von der britischen Universität New Hampshire mahnt allerdings zur Gelassenheit. «Die Idee einer Spaltung einer königlichen Familie gibt es seit Jahrhunderten», sagte sie. «Jetzt gibt es zwei riesige Medienmaschinen: Netflix und den Palast. Sie kämpfen darum, wer die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich ziehen kann.» Wer am Ende die Oberhand behält, sei noch nicht abzusehen.

Anderswo macht man sich aus dem Streit eher einen Spaß. Der Pub «Duke of Sussex» im Londoner Stadtteil Chiswick, nach dem offiziellen Titel des Prinzen benannt, bietet nun ein neues Bier an: «Harry’s Bitter». 

(dpa/kao)

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