Luxemburg: Brotpreis ist innerhalb eines Jahres «nur» um 11 Prozent gestiegen

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LuxemburgBrotpreis ist innerhalb eines Jahres «nur» um 11 Prozent gestiegen

LUXEMBURG – Die aktuelle Rekord-Inflation macht den meisten Menschen hierzulande zu schaffen. Zumindest bei den Lebensmittelpreisen kommt Luxemburg besser davon, als seine Nachbarn.

von
Marion Chevrier
Die Lebensmittelpreise hielten sich in Luxemburg eher in Grenzen.

Die Lebensmittelpreise hielten sich in Luxemburg eher in Grenzen.

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Obwohl die Inflationsrate in der Eurozone zwischen November und Dezember nach einem historischen Höchststand von 10,6 Prozent im Oktober gesunken ist, sind die Preise in den vergangenen Monaten dennoch deutlich gestiegen. Dies gilt insbesondere für die Lebensmittelpreise.

Verglichen mit ihren französischen, belgischen und vor allem deutschen Nachbarn, hat es die Bewohner Luxemburgs eher milde getroffen. Laut einem am heutigen Mittwoch veröffentlichten Eurostat-Bericht sind die Lebensmittelpreise im Großherzogtum innerhalb eines Jahres um 11,1 Prozent gestiegen. In Deutschland sind sie indes um stolze 20,5 Prozent gewachsen. Auch in Belgien (15,7 Prozent) und Frankreich (13,5 Prozent) fallen die Preissteigerungen für Nahrungsmittel drastischer aus als hierzulande.

Gemüse in Belgien wesentlich teurer

Die unterschiedlichen Preisentwicklungen zwischen den Ländern finden sich auch bei Grundnahrungsmitteln wie Brot wieder: So sind die Preise für Teigwaren in Luxemburg um fast 11 Prozent gestiegen und damit nur halb so stark wie in Deutschland mit + 21 Prozent (10 Prozent in Frankreich, +17,2 Prozent in Belgien). Auch Fleisch war Ende 2022 in Deutschland mit 19,4 Prozent deutlich teurer, als in Luxemburg mit «nur» 11,4 Prozent mehr. Für Frankreich und Belgien gelten Inflationsraten zwischen 13 und 14 Prozent für Brot und Teigwaren.

Bei Gemüse war der Anstieg in Belgien mit 18,4 Prozent am stärksten, während er in Luxemburg mit 9,4 Prozent nur rund halb so hoch ausfiel. In Frankreich stieg der Kaufpreis für Gemüse um 12,8 Prozent und in Deutschland um 16,2 Prozent. Selbst ein kleines Bier à 25 Centiliter schlägt auf den Geldbeutel: +6,5 Prozent in Frankreich, +8,5 Prozent im Großherzogtum, +9,7 Prozent in Deutschland und +11,3 Prozent in Belgien.

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