Flughafen Luxemburg – Bruchlandung beschert Luxairport eine Chaos-Nacht

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Flughafen LuxemburgBruchlandung beschert Luxairport eine Chaos-Nacht

LUXEMBURG – Die missratene Landung eines kleinen Fliegers hat den Luxemburger Flughafen von Dienstagabend bis in den frühen Mittwoch vor logistische Probleme gestellt.

Chaos am Flughafen Luxemburg.

Chaos am Flughafen Luxemburg.

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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ähnelte der Flughafen Luxemburg einer Flüchtlingsnotunterkunft. Kurzfristig vom Zivilschutz aufgebaute Feldbetten reihten sich aneinander, erschöpfte Menschen, die zuvor teilweise auf dem Boden kauerten, legten sich. Grund für das ungewöhnliche Bild war ein mittelschweres Airport-Chaos. Am Dienstagabend gegen 21.45 Uhr war eine kleine Maschine bei der Ladung nicht rechtzeitig zum Stehen gekommen, schoss über die Landebahn hinaus und beendete ihre Reise erst in der Wiese. Personen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden, aus Sicherheitsgründen beschloss der Flughafenbetreiber Luxairport jedoch, die Start- und Landebahnen zu schließen.

In der Folge mussten zahlreiche Flüge an den Hunsrückairport Hahn und nach Lüttich in Belgien umgeleitet werden. Unter anderem konnten Flüge von Luxair aus Kopenhagen, Korfu, Rom, Wien, Hurghada und Madrid nicht auf dem Findel landen. Die Passagiere wurden dann teilweise mit Bussen nach Luxemburg gebracht, oder später an den Findel geflogen. Eine Maschine der KLM kehrte nach Amsterdam zurück. Auch Abflüge verzögerten sich um mehrere Stunden. Flugzeuge der Frachtfluggesellschaft Cargolux mussten ebenfalls vorerst am Boden bleiben.

In den sozialen Netzwerken machten sich einige der Gestrandeten Luft. Da die Geschäfte am Findel nächtens nicht geöffnet sind, saßen die Menschen lange Zeit auf dem Trockenen. Es gab weder etwas zu trinken, noch zu essen.

Erst als der Flughafenbetreiber das Restaurant außerplanmäßig öffnete, kosetenlos Getränke verteilte und der Zivilschutz einsprang, entspannte sich die Lage.

Gegen 2 Uhr wurde die Start- und Landebahn wieder freigegeben, via Twitter gab Luxairport um 4.05 Uhr dann offiziell Entwarnung. Alles Laufe wieder nach Plan und man bedanke sich bei allen Helfern sowie bei den Passagieren für ihre Geduld. Laut RTL steckten einige Gestrandete am frühen Mittwochmorgen jedoch noch immer in Lüttlich fest.

Am Mittwochmorgen wurden überdies die Flüge nach Amsterdam (6.05 Uhr) und nach Frankfurt (7.05 Uhr) gestrichen. Aktuelle Infos über Abflüge und Ankünfte finden Sie hier.

(pw/L'essentiel)

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