In San Francisco – Bruchlandung mit zwei Toten und 182 Verletzten

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In San FranciscoBruchlandung mit zwei Toten und 182 Verletzten

Ein aus Seoul kommender Passagierjet ist bei der Landung in San Francisco verunfallt. Zwei Menschen starben, die anderen 305 Insassen überlebten. Die Maschine soll zu tief angeflogen sein.

Zwei Menschen sind bei der Bruchlandung eines Passagierflugzeugs in San Francisco ums Leben gekommen. Alle anderen 305 Menschen an Bord überlebten nach US-Angaben das Unglück am Samstag. Insgesamt seien 182 Menschen verletzt worden. Zuvor war von 181 Verletzten und einem Vermissten die Rede gewesen. 123 Menschen seien unverletzt ins Flughafengebäude gebracht worden, erklärte Dale Carnes von der Feuerwehr nach Angaben des Fernsehsenders CNN. Die beiden Toten hatten chinesische Pässe, habe das südkoreanische Verkehrsministerium mitgeteilt. Bei dem Unglücksflieger handelt es sich um eine Boeing 777 der südkoreanischen Asiana Airlines, die aus Seoul kam. An Bord waren laut Feuerwehr 291 Passagiere. Unter ihnen waren 77 Koreaner, 141 Chinesen, 61 US-Bürger und ein Japaner, wie Asiana Airlines mitteilte.

Die Maschine war in Shanghai gestartet und in Seoul zwischengelandet. Die Bilder von der Unglücksstelle waren erschreckend. Die Maschine lag mit aufgerissener und verbrannter Kabinendecke auf dem Rollfeld, das Heck des Flugzeugs war abgebrochen. Trümmerteile waren weit über die Landebahn verstreut. Auf der linken Seite waren zwei Notrutschen zu sehen, über die sich die meisten Passagiere aus dem brennenden Wrack retten konnten.

Unglücksursache noch unklar

Die US-Transportsicherheitsbehörde NTSB begann unmittelbar mit der Ursachensuche. Die Vorsitzende wollte sich nicht dazu äussern, ob möglicherweise ein Pilotenfehler oder technisches Problem vorlag. Einen Terroranschlag schloss die Bundespolizei FBI aus. Die Flugaufsichtsbehörde FAA stufte den Vorfall offiziell als Bruchlandung ein. Augenzeugen berichteten im Fernsehen, dass es bei dem Aufsetzen einen Knall oder eine Explosion am Fahrwerk gegeben habe.

Weisser Rauch sei zu sehen gewesen, dann habe sich das Flugzeug mehrfach gedreht. Die Flughafenfeuerwehr löschte die Brände mit Schaum und Wasser. Im Internet kursierende Fotos zeigten Menschen von dem Jumbojet wegrennen. Manche Beobachter sagten hinterher, das Flugzeug sei zu tief angeflogen, so dass das Fahrwerk gegen eine Mauer geprallt sei.

Flugverkehr stundenlang unterbrochen

Der Flugverkehr auf dem internationalen Airport musste stundenlang unterbrochen werden. Ankommende Flüge wurden auf andere Ziele an der Westküste umgeleitet. Nach dem Nationalfeiertag am vergangenen Donnerstag und wegen der Schulferien gehört das Wochenende zu den geschäftigsten Reisetagen. US-Präsident Barack Obama dankte laut einer Mitteilung den Ersthelfern für ihr schnelles Eingreifen.

Asiana ist nach Korean Air die zweitgrösste Fluggesellschaft Südkoreas und Mitglied der Star Alliance. Sie fliegt besonders an der Westküste der USA viele Ziele an. Asiana operiert mit zwölf Boeing 777-200, die jeweils ungefähr 300 Passagiere aufnehmen können. Sowohl der Flugzeugtyp als auch die Airline gelten bei Luftfahrtexperten als sehr sicher.

291 Passagiere

CNN und der «San Francisco Chronicle» berichten unter Berufung auf die Flugaufsichtsbehörde FAA, dass eine Boeing 777 der südkoreanischen Asiana Airlines verunglückt sei. Ein auf Youtube veröffentlichter Film zeigt, wie die Boeing qaulmend auf der Piste liegt. Das Heck ist deutlich tiefer als der Bug, als habe es bei einer Notlandung Probleme gegeben. Zumindest auf der linken Seite sind zwei Notrutschen zu sehen. Augenzeugen berichten, dass es bei der Landung einen Knall oder eine Explosion beim Fahrwerk gegeben habe.

Weisser Rauch sei erkennbar gewesen, dann sei die Maschine verunglückt. Die Flughafenfeuerwehr löschte die Brände.
Videoaufnahmen zeigen Menschen, die offensichtlich nicht zu den Rettungskräften gehören, ausserhalb des Flugzeugs. Zunächst war unklar, wie viele Passagiere an Bord der Maschine waren. Ein koreanischer Sender berichtete von 291 Menschen.

«Den meisten scheint es gut zu gehen»

VORSICHT: Dieses Video ist für Kinder oder empfindliche Leser nicht geeignet:

(L'essentiel Online/sda/afp)

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