Zwölf Fälle bisher – Brutale Diebe haben es auf teure Uhren abgesehen

Publiziert

Zwölf Fälle bisherBrutale Diebe haben es auf teure Uhren abgesehen

LUXEMBURG – Erst vor Kurzem hat die Polizei vor gewalttätigen Uhrendiebstählen in der Hauptstadt gewarnt. Inzwischen hat die Police Grand-Ducale diesbezüglich mehr Informationen.

Alle Ermittlungen wurden an die Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität der gerichtlichen Polizei abgegeben.

Alle Ermittlungen wurden an die Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität der gerichtlichen Polizei abgegeben.

Am 4. Dezember gab die Police Grand-Ducale eine Warnmeldung heraus, laut der in der Hauptstadt mehrere Personen Opfer von Uhrendiebstählen wurden. Nun klärt die Polizei weiter über die Überfälle auf. Innerhalb von wenigen Wochen seien «etwa ein Dutzend Diebstähle» – darunter «einige Diebstahlversuche» gemeldet worden. «Seit Anfang November ist die Zahl der Angriffe gestiegen», so ein Sprecher der Luxemburger Polizei.

Alle Ermittlungen wurden an die Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität der gerichtlichen Polizei abgegeben. Ohne weitere Details zu nennen erklärte die Polizei, dass diese Angriffe scheinbar genauso auf Einzeltäter wie auf organisierte Banden zurückzuführen seien. Ob in anderen europäischen Städten ähnliche Fälle bekannt sind, konnte die Luxemburger Polizei nicht beantworten. Allerdings wurde Anfang Dezember in Paris eine Bande von 17- bis 19-Jährigen festgenommen. Nach Angaben des französischen Wochenmagazins Le Point seien Angriffe dieser Art in Frankreich seit 2018 um 30 Prozent gestiegen.

Die Zahl könnte auch viel höher sein

Hat sich das Phänomen nun etwa auch in Luxemburg verbreitet? Derzeit steht jedenfalls fest, dass «sich die Angriffe bisher hauptsächlich in der Hauptstadt – insbesondere im oberen Stadtteil – abspielten», so ein Sprecher der Polizei. Dabei handele es sich sowohl um «gewaltlose und gewaltsame» Angriffe. Die Täter würden sich ihren Opfern unter einem anscheinend harmlosen Vorwand annähern, – wie beispielsweise der Bitte nach einem Foto, einer Erkundigung nach dem Weg oder einer banalen Begrüßung – um zu sehen, ob die Zielpersonen wertvolle Uhren tragen. Der Diebstahl finde meistens unmittelbar danach statt.

Die Polizei rät allen Opfern, sich sofort bei einer ihrer Dienststellen zu melden. Bisher sei zwar von «etwa einem Dutzend Angriffe» die Rede, doch diese Zahl könne auch viel höher sein. Diese Art der Überfälle soll es bereits vor dem Herbst gegeben haben. Ein Unternehmer erzählte L'essentiel, dass auch er am 15. September am helllichten Tag in der Rue Bender überfallen worden sei. Dabei sei ihm seine Luxusuhr gestohlen worden. Die Ermittlungen seien bisher erfolglos geblieben.

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

Deine Meinung