Studentin ermordet – Brutaler Frauenmord treibt Türken auf Straße
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Studentin ermordetBrutaler Frauenmord treibt Türken auf Straße

In der Türkei entdeckt die Polizei die Leiche einer 20-Jährigen. Ein Busfahrer hat die Frau nach einem Vergewaltigungsversuch umgebracht.

In der Türkei sind auch am Montag zahlreiche Menschen in Istanbul, Ankara und Izmir auf die Straße gegangen, um gegen Gewalt gegen Frauen zu protestieren. Der Auslöser: Am Freitag hatte die Polizei die entstellte Leiche der 20-jährigen Özgecan Aslan in einem Flußbett bei der südtürkischen Stadt Mersin entdeckt. Özgecan war Opfer eines grausamen Gewaltverbrechens geworden.

Die Hintergründe des Falls sind haarsträubend: Die junge Psychologiestudentin war am Mittwoch nach dem Unterricht mit einer Freundin in die Stadt gegangen. Danach stiegen die beiden Frauen in einen Minibus ein. Die Freundin stieg in der Nähe von ihrem Zuhause aus, Özgecan fuhr noch ein Stück weiter.

Vater hilft, Leiche zu beseitigen

Offenbar sass die junge Frau am Schluss alleine im Bus, schreibt das Onlineportal Sabah. Dies nutzte der 26-jährige Busfahrer Ahmet S. A. aus, um sie anzugreifen. S. A. versuchte zunächst, Özgecan zu vergewaltigen. Sie wehrte sich aber, indem sie dem Angreifer Pfefferspray ins Gesicht sprühte. S. A. stach daraufhin mehrmals auf die junge Frau ein und erschlug sie dann mit einem Eisenrohr.

In Panik suchte der Täter Hilfe bei seinem Vater (50) und einem 20-jährigen Kollegen. Statt die Tat der Polizei zu melden, halfen die beiden Männer dem Täter, Özgecans Leichnam zu verbrennen. Zuerst aber schnitten sie der Leiche die Hände ab.

Frauen tragen Özgecan zu Grabe

Wie Hürriyet berichtet, sind die drei Männer inzwischen festgenommen worden. Sie sind geständig. Vergangenen Samstag wurde Özgecan Aslan auf dem Akbelen Friedhof in Mersin beerdigt. Rund 5000 Personen nahmen an der Trauerfeier teil. Ihr Sarg wurde von Frauen getragen.

(L'essentiel/kle)

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