Luxemburg – Bürgermeister packten auf der «Schueb» mit an

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LuxemburgBürgermeister packten auf der «Schueb» mit an

LUXEMBURG - Am gestrigen Dienstagabend schlüpften 36 Bürgermeister(innen) aus dem ganzen Land auf der Schueberfouer für den guten Zweck in die Rolle der Kellner.

«Die Studenten, die auf der Schueberfouer die Gäste bewirten, sind so flink, dass ich manchmal das Gefühl habe, im Weg zu stehen. Deswegen räume ich lieber die Tische ab», meint der Differdingens Bürgermeister Roberto Traversini lächelnd. Am Dienstagabend hatten 36 Bürgermeister die Schürze umgebunden, um die Gäste zu bewirten. Was macht es schon, wenn die gewählten Politiker nicht viel Erfahrung haben. «Es geht dabei um einen guten Zweck!», erklärt der Berdorfer Bürgermeister, Ernest Walerius. Dieser servierte nämlich mit seinen Komilitonen (der Bürgermeisterin von Monnerich, Christine Schweich und dem Bürgermeister von Befort, Camille Hoffmann, Anm. d. Red.) im «Schwarzwaldchristel». Insgesamt werden 4500 Euro an das Luxemburger Rote Kreuz gespendet.

«Der Bürgermeister-Tag ist eine Tradition, die wir erhalten wollen. Die Bürgermeister ziehen nämlich neue Kundschaft an: Ihre Familie und Mitbürger, die extra kommen, um sie zu sehen», erklärt der Sohn des «Stall»-Wirtes. Außerdem «macht es Spaß, meinen Bürgermeister im Restaurant zu sehen», amüsiert sich der Wirt des Restaurants «Flesch», der in Schuttringen wohnt.

«Es ist eine andere Art, dem Bürger zu helfen», meint Jean-Pierre Kauffmann. «Es ist zwar eine intensive, aber eine gute Erfahrung. Es braucht nur ein bischen zu regnen, um in der Bar mit Menschen überflutet zu sein». «Wenn wir eine gute Arbeit leisten, dürfen wir nächstes Jahr vielleicht Crêpes zubereiten und backen», lachen die Bürgermeister von Düdelingen und Bettemburg, Dan Biancalana und Laurent Zeimet, die in der «Crêperie bretonne» eingebunden waren.

(L'essentiel)

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