Logo wie in den 70ern – «Burger King brauchte für neues Logo über ein Jahr»

Publiziert

Logo wie in den 70ern«Burger King brauchte für neues Logo über ein Jahr»

Burger King erscheint im neuen Gewand, das aussieht wie vor 20 Jahren. Trotzdem will die Burger-Kette moderner auftreten.

Nach 20 Jahren hat Burger King sein Firmenzeichen geändert. Allerdings sieht das neue Logo nicht modern und frisch aus, wie man das bei einem neuen Look erwarten könnte. Nein, das Signet der Burger-Bude erinnert frappant an das letzte vor der Designänderung vor 20 Jahren.

Was haben sich die Zuständigen dabei gedacht? Fernando Machado (46) ist der Projektverantwortliche Marketingchef von Burger King. Im Interview erklärt er den Sinn des Retro-Stils und wie er ins digitale Zeitalter passt.

Warum haben Sie Ihr Logo nach 20 Jahren geändert?

Unser altes Logo wurde vor dem digitalen Zeitalter entworfen. Es war dreidimensional und auf dem Smartphone kaum zu erkennen. Wir wollten deshalb mit dem neuen Logo signalisieren, dass die Marke moderner wird.

Warum haben Sie den Retro-Stil gewählt?

Wir wollten etwas kreieren, das sich modern und klassisch anfühlt. Da viele Kunden noch das alte Logo kennen, haben wir uns von der Vergangenheit inspirieren lassen und die Proportionen und Farben modernisiert. Wir wollen nicht die Marke verändern, aber einen Look, der zeitlos ist.

Wann folgt das nächste Rebranding?

Wir werden unser Logo in den nächsten 30 Jahren nicht mehr ändern.

Wie teuer ist das Rebranding?

Wir haben etwa eineinhalb Jahre für das Projekt gebraucht. Ich kann die Kosten nicht nennen, aber sie sind nicht höher als bei vergleichbaren Projekten.

Wird wegen des Rebrandings nun der Whopper teurer?

Nein, die Entwicklung des Designs übernahm das globale Marketing-Team, so dass die Franchise-Partner und die Kunden nicht mehr bezahlen müssen.

Das Motto lautet «rund, fett und lecker», wie passt das zum allgemeinen Gesundheitstrend?

Rund und lecker ist kein Widerspruch zur Gesundheit. Gesundes Essen sollte lecker sein. Wir tun viel für gesundes Essen und werden zum Beispiel in wenigen Monaten keine künstlichen Inhaltsstoffe mehr in Burger-King-Produkten in der Schweiz haben.

Wie schwierig ist es für eine Burger-Bude, plötzlich gesundes Essen zu bewerben?

Fast Food hat ein schlechtes Image und es ist nicht einfach, das zu ändern. Aber das motiviert mich sehr. Das Leben ist zu kurz, um die Welt nicht zu einem besseren Ort zu machen.

(L'essentiel/Fabian Pöschl)

Deine Meinung