Luxemburg: Busfahrer fordern besseren Schutz vor Übergriffen

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LuxemburgBusfahrer fordern besseren Schutz vor Übergriffen

LUXEMBURG – Nachdem in der Vergangenheit vermehrt Busfahrer angegriffen worden sind, werden Forderungen nach entsprechenden Schutzmaßnahmen immer lauter.

von
Joseph Gaulier
Immer wieder kommt es in Luxemburg zu Übergriffen auf Busfahrer.

Immer wieder kommt es in Luxemburg zu Übergriffen auf Busfahrer.

Vincent Lescaut

«Das Problem dauert an, das Ministerium muss reagieren», sagt Théo Schickes, Vorsitzender der Personaldelegation des Syndikats TICE, nachdem es am vergangenen Wochenende erneut zu Übergriffen auf Busfahrer gekommen war. In Bettemburg wurden am Sonntag zwei Fahrer brutal attackiert und niedergeschlagen. Die Gewerkschaft OGBL reagierte am Dienstag in einer Pressemitteilung auf die Vorfälle und bezeichnete die drei Angreifer als «feige».

Laut Théo Schickes sind die aktuellen Entwicklungen besorgniserregend. Hinsichtlich der Pläne des Mobilitätsministeriums, das die Installation Sicherheitskabinen in Bussen ankündigt hat, fordert er (noch) «besseren Schutz» für die Fahrer. Darüber hinaus spricht sich Schickens für Schulungen in Selbstverteidigung und Deeskalation aus, um «problematische Situationen besser meistern» zu können, wie er sagt. Er warte diesbezüglich allerdings noch auf Antworten aus der Politik. Für den OGBL hingegen besteht die Lösung in einem «Aktionsplan für die Branche», der mit allen Beteiligten ausgearbeitet werden müsse.

In einer parlamentarischen Antwort von Anfang November spricht die Regierung von 22 Zwischenfällen gegenüber Fahrern der Netze RGTR und AVL seit 2017. Das sei in Form von Beleidigungen, Bedrohungen oder sogar Schlägen und Verletzungen geschehen – wie am vergangenen Wochenende in Bettemburg. «Leider werden nicht alle derartigen Zwischenfälle gemeldet. Daher bekommen die Betroffenen nicht die Unterstützung, die sie benötigen», bedauert der OGBL. «Das Personal ist mehr und mehr blinder Gewalt ausgesetzt, ohne jedoch entsprechenden Schutz zu besitzen», lautet das Fazit der luxemburgischen Gewerkschaft.

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