Aufbau an der Luxexpo – Cahen plant 400 Feldbetten für den Notfall

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Aufbau an der LuxexpoCahen plant 400 Feldbetten für den Notfall

LUXEMBURG - Integrationsministerin Corinne Cahen bestätigt, dass in der Luxexpo derzeit ein Flüchtlingscamp vorbereitet wird. Es soll aber noch leer bleiben.

In Halle 6 der Luxexpo auf dem Kirchberg ensteht derzeit ein Flüchtlingslager. Doch erstmal werden dort keine Flüchtlinge wohnen. «Im äußersten Notfall kann die Halle als Unterkunft genutzt werden, falls die anderen Standorte nicht mehr ausreichen», heißt es vom Integrationsbüro Olai.

Integrationsministerin Corinne Cahen bestätigt, dass die Messehalle bereits eingerichtet wurde. «Es stehen schon Feldbetten und Container mit Duschen und Toiletten.» Für ungefähr 400 Menschen ist bereits Platz. Auch Zelte werden Mitte der kommenden Woche erwartet. «Damit die Flüchtlinge etwas Privatsphäre haben.» Den ganzen Donnerstag waren Zivilschutz und Armee mit Fahrzeugen rund um die Halle im Einsatz.

«Was, wenn plötzlich 200 da sind?»

Langsam aber sicher wollte man sich auf den unwägbaren Flüchtlingsstrom vorbereiten. Bei rund 30 Flüchtlingen pro Tag sei es nicht absehbar, wie lange die bereits bereitstehenden Unterkünfte im Land ausreichen. «Was machen wir, wenn plötzlich 200 auf einmal da sind?», fragt Cahen. Doch wann und ob die Messehalle überhaupt Flüchtlinge aufnimmt, sei unmöglich abzuschätzen. Gewappnet sei man jedenfalls.

Derzeit entwirft das Rote Kreuz in Luxemburg einen Plan, um die Verteilung der Einreisenden zu koordinieren. In dessen Rahmen soll auch eine allgemeine Anlaufstation errichtet werden.

Warum sich die Luxexpo im Zuge der Aufbauarbeiten in Schweigen hüllte und das Integrationsbüro zuerst sogar dementierte, kann Cahen nicht erklären. «Ich kommuniziere so etwas einfach offen. Ich sage, wie es ist.» Klar scheint, dass die Verantwortlichen im Land mit weiteren Flüchtlingsströmen rechnen.

(jm/fl/L'essentiel)

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