Drogen in Luxemburg – «Cannabis darf nicht verharmlost werden»
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Drogen in Luxemburg«Cannabis darf nicht verharmlost werden»

LUXEMBURG – Zum 25. Geburtstag ändert das Zentrum für Suchtprävention (CePT) seinen Namen und nutzt die Gelegenheit, um auf die Gefahren von Cannabis hinzuweisen.

Zur Zeit besteht die Cnapa aus einem Team von 11 Mitarbeitern.

Zur Zeit besteht die Cnapa aus einem Team von 11 Mitarbeitern.

«Die bevorstehende Legalisierung von Cannabis birgt die Gefahr, dass junge Menschen glauben, es sei sicher», warnt Henri Grün. Der Präsident des Zentrums für Suchtprävention (CePT) hat am Dienstag anlässlich des 25-jährigen Bestehens den neuen Namen «Cnapa» (nationales Zentrum für Suchtprävention) vorgestellt. «Unsere Aufgabe ist es, das Bewusstsein für die Risiken von Suchtmitteln zu schärfen, die Prävention zu fördern und potenzielle Konsumenten zu schützen», so Grün. «Cannabis darf nicht verharmlost werden», sagte auch Julie Molitor Jacob vom Lenkungsausschuss.

«Wir konzentrieren uns nicht nur auf illegale Drogen», erklärt Henri Grün. «Wir helfen den Menschen im Kampf gegen alle Formen der Sucht.» An diesem Dienstag hat das Cnapa seinen Bericht für das vergangene Jahr vorgestellt. Der an die breite Öffentlichkeit gerichtete Fro-No-Hilfe-Service wurde im vergangenen Jahr 164 Mal kontaktiert.

Häufiger Kontakt mit Eltern und Betreuern

Die Mehrheit der Anfragen (53) kam von Personen, die zum familiären, sozialen oder beruflichen Umfeld der Betroffenen gehören. Letztere fragten in 24 Fällen an, während 14 Anfragen nicht Personen-gebunden waren. «Bei den Personen, die sich an uns wenden, handelt es sich sehr oft um besorgte Eltern oder Aufsichtspersonen», erklärt Grün.

Cnapa arbeitet mit einem kleinen Team von elf Personen und einem Jahresbudget von 1,5 Millionen Euro, das teilweise vom Gesundheitsministerium finanziert wird. Angesichts der künftigen Herausforderungen hoffe man auf Verstärkung in den eigenen Reihen.

(Séverine Goffin/ L'essentiel)

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