In Cannes – Cannes liebt Koproduktion aus Luxemburg

Publiziert

In CannesCannes liebt Koproduktion aus Luxemburg

Viele Lacher und Standing Ovations: Die luxemburgische Koproduktion «Le tout nouveau Testament» hat die Zuschauer der Filmfestspiele Cannes begeistert.

Die luxemburgische Koproduktion «Le tout nouveau Testament» hat am Sonntag eine besondere Fangemeinde gefunden: Der Film wurde auf den 68. Internationalen Filmfestspielen Cannes gezeigt, wo der belgische Regisseur Jaco Van Dormael vom Publikum Standig Ovations erhalten hat. Weil er es ordentlich zum Lachen gebracht hat. In «Le tout nouveau Testament» ist Gott (Benoît Poelvoorde) ein tyrannischer Familienvater, dessen Tochter sich eines Tages auf besondere Weise rächt: Sie twittert die Todesdaten der Menschen. Was folgt, sind sechs Episoden voller Chaos, Poesie und Melancholie. Der Film ist in der Kategorie «Quinzaine des réalisateurs» nominiert und streitet damit nicht um die Goldene Palme.

Luxemburg zum dritten Mal in Cannes

«Die Leute zum Lachen zu bringen, ist sehr schwierig», hatte Van Dormael am Sonntag erklärt. «Ich habe gezögert, ob ich Kameramann oder Clown werden soll. Als ich als Clown auf der Bühne stand und niemand lachte, war das sehr hart. Ich habe aber schnell gelernt, das Timing zu verbessern.»

Neben Poelvoorde spielen in weiteren Rollen Catherine Deneuve und die Belgierin Yolande Moreau («Die fabelhafte Welt der Amélie», «Mammuth»). Der Luxemburger Marco Lorenzini («Die Schatzritter und das Geheimnis von Melusina», «Bride Flight») ist in der Rolle eines Jüngers zu sehen. An der Produktion beteiligt sind die luxemburgische Produktionsfirma Juliette Films sowie die Länder Frankreich und Belgien. Damit ist eine Produktion aus dem Großherzogtum zum dritten Mal in Cannes vertreten.

(L'essentiel/AFP)

Deine Meinung