Boeing 747-400 – Cargolux wartet zum 100. Mal einen ihrer Flieger

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Boeing 747-400Cargolux wartet zum 100. Mal einen ihrer Flieger

SANDWEILER – Das Luxemburger Frachtunternehmen hat am Donnerstag feierlich mit der Zwei-Jahres-Wartung einer Boeing 747-400 begonnen.

300 Spezialisten sind an der Wartung einer Boeing 747-400 beteiligt.

300 Spezialisten sind an der Wartung einer Boeing 747-400 beteiligt.

L'essentiel

Es ist relativ ruhig an diesem Donnerstagmorgen im 250.000 Quadratmeter riesigen Wartungshangar der Cargolux in Sandweiler. Und das, obwohl es einen Grund zum Feiern gibt: Das Frachtunternehmen nimmt ihre 100. Wartung «Typ C» in Angriff. Heutiger Patient: Eine Boeing 747-400. «Etwa alle zwei Jahre, nach 11.000 absolvierten Flugstunden, steht eine solch große, siebentägige Wartung an», berichtet Philippe Galbois von der Cargolux: «Bei diesen Reparaturen kann es sich um den Ausbau eines Triebwerks, eines Ladesystems oder einer ganzen Reihe von Komponenten handeln, um zu prüfen und sicherzustellen, dass das Flugzeug problemlos funktioniert.»

Rund 300 hochspezialisierte Mechaniker und Elektriker sind an einer solchen Wartung beteiligt. 300 von 450, die insgesamt in Sandweiler beschäftigt sind. Ausgebildet werden sie in Kooperation mit der Cargolux am Lycée technique privé Emile Metz. Für jeden Handschlag, den sie bei der Wartung tun, stehen sie sprichwörtlich mit ihrem Namen. Jeder Schritt wird dokumentiert und muss von den Spezialisten per Unterschrift bestätigt werden. «Gesetzlich ist ein Mindestalter von 21 Jahren vorgesehen», erklärt Galbois: «Aber unsere Ansprüche sind weit höher. Die Kollegen müssen ihr Können unter Beweis stellen. »

Spezilaisiert sind die Männer und Frauen auf die Boeing-Flotte der Cargolux, doch das Wartungsteam arbeitet auch für andere Firmen. Ein Grund dafür: Die Ausrüstung der Luxemburger sei «auf sehr hohem Niveau». Auch deshalb hat sich die Cargolux dafür entschieden, die Wartungen der eigenen Maschinen selbst durchzuführen. «Unsere Flotte ist sehr gut ausgelastet. Pro Tag sind die Maschinen nur acht Stunden am Boden. Diese Zeit muss zum Ent- und Beladen, zum Tanken und für kleine Wartungen reichen», berichtet Galbois: «Ein Team hier vor Ort zu haben ermöglicht es uns, flexibel zu sein und so die Ausfallzeiten zu minimieren.»

(mv/pw/L'essentiel)

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