Traversini-Fall – Carole Dieschbourg bleibt im Kreuzfeuer

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Traversini-FallCarole Dieschbourg bleibt im Kreuzfeuer

LUXEMBURG – Die CSV hatte die Umweltministerin nach dem Fall Traversini zum Rücktritt aufgefordert. Carole Dieschbourg erklärt nun, sie wolle im Amt bleiben.

Carole Dieschbourg erklärt sich im Fall Traversini.

Carole Dieschbourg erklärt sich im Fall Traversini.

Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng), gab am Montag auf einer Pressekonferenz bekannt, dass sie nicht zurücktreten wird.

Im Fall des Gartenhauses des zurückgetretenen grünen Bürgermeisters von Differdingen, Roberto Traversini, habe sie sich an den formalen Ablauf gehalten. Der Antrag auf Genehmigung der Holzverkleidung des Gartenhauses «wurde wie jeder andere Antrag behandelt». Die Naturverwaltung habe die notwendigen Erkundigungen eingeholt, bevor sie darüber entschied. Diese Entscheidung sei dann vom Ministerium übernommen worden.

Zu dem Rechtsstreit gegen Traversini wollte sie sich nicht äußern: «Um die Gewaltenteilung zu respektieren, werde ich als Ministerin zu diesem Fall nicht Stellung nehmen. Ich habe Vertrauen in das Justizsystem des Landes», sagte sie.

Vorwürfe gegen Dieschbourg

Das von Dieschbourg geleitete Umweltministerium hatte bauliche Veränderungen auf dem Grundstück des Differdinger Bürgermeisters Roberto Traversini nachträglich genehmigt. Ihr Parteikollege Traversini war über die Affäre gestürzt und als Bürgermeister zurückgetreten. Die CSV warf der Grünenpolitikerin in diesem Zusammenhang «Günstlingswirtschaft» vor.

Die Umweltministerin sieht sich mit weiteren Vorwürfen konfrontiert. Dabei geht es um Entschädigungszahlungen nach den schweren Überschwemmungen im Müllerthal 2016 und 2018. Im Rahmen der Renaturierung der Lauter sollten Mühlenbesitzer am Fluss einen Anspruch darauf haben, ihre Bauten an einer anderen stelle des Flusses neu zu errichten. Zu diesen Mühlenbesitzern zählen auch die Eltern der Ministerin.

(L'essentiel)

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