Grenznahes AKW – Cattenom-Betreiber stellt neue Mitarbeiter ein
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Grenznahes AKWCattenom-Betreiber stellt neue Mitarbeiter ein

CATTENOM - 89 neue Stellen sollen in diesem Jahr nach Angaben des AKW-Betreibers EDF geschaffen werden. Damit rückt die Abschaltung der Anlage wohl in weite Ferne.

Im grenznahen AKW Cattenom wird neues Personal eingestellt.

Im grenznahen AKW Cattenom wird neues Personal eingestellt.

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Während im grenznahen AKW eine Panne nach der anderen passiert und die Abschaltung des Meilers gefordert wird, will der französische AKW-Betreiber EDF nun neues Personal einstellen.

89 neue Mitarbeiter sollen in diesem Jahr beim lothrinmgischen Meiler eingestellt werden, wie Marine Bosquet von der Presseabteilung des EDF auf Anfrage von «L'essentiel Online» bestätigte. In den vergangenen fünf Jahren habe das Atomkraftwerk rund 210 neue Jobs geschaffen. Außerdem plant EDF in den nächsten vier Jahren ihren Personalbestand massiv aufstocken: Gut 100 neue Stellen sollen bis 2017 dazu kommen.

Damit rückt wohl die Abschaltung des grenznahen AKW in weite Ferne. Erst am vergangenen Freitag war im AKW ein Feuer im Transformator des Blocks eins ausgebrochen. Am Dienstag wurde bekannt, dass auch ein anderer Transformator im Block drei defekt ist.

Cattenom-Chef: Anlage ist nicht veraltet

Cattenom-Chef Guy Catrix wies am Mittwoch ebenfalls Fragen zurück, ob die Anlage veraltet sei. Er räumte allerdings ein, dass die Anlage im Ranking der Atomaufsichtsbehörde bei der Qualität nur im Mittelfeld auftauche.

2012 gab es 47 Pannen in Cattenom, also vier pro Monat. Zudem hatte die Anlage bei Stresstests schlecht abgeschnitten.

L'essentiel Online/tageblatt.lu

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