Atomkraftwerk: Cattenom stellte falschen Wasserfilter ab

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AtomkraftwerkCattenom stellte falschen Wasserfilter ab

CATTENOM – Eine Verwechslung im Kernkraftwerk nahe der luxemburgischen Grenze ist zu spät aufgefallen, weshalb laut Vorschrift eine Meldung fällig wurde. Auf die Sicherheit hatte das laut EDF keinen Einfluss.

Der Fehler wurde nicht innerhalb einer vorgegebenen Frist behoben.

Der Fehler wurde nicht innerhalb einer vorgegebenen Frist behoben.

AFP

Am vergangenen Freitag hat es im Atomkraftwerk Cattenom ein «signifikantes Ereignis der Stufe 1» gegeben, wie die Elektrizitätsgesellschaft EDF (Électricité de France) am Montagmorgen erklärte. Ursächlich war eine «Nichteinhaltung der durch eine Betriebsanweisung vorgeschriebenen Frist».

Demnach haben am 14. September um 1.41 Uhr Mitarbeiter des Kraftwerks einen Rohwasserfilter der Mosel für Wartungsarbeiten abgeschaltet, der sich im Zu- und Ablaufbauwerk des gemeinsamen Kühlkreislaufs der Blöcke 1 und 2 befindet – in der Annahme, dass es sich dabei um den des Blocks 1 handelte, der selbst für die Wartungsarbeiten abgeschaltet worden war. Ein Techniker stellte um 10.25 Uhr bei seinem Überwachungsrundgang fest, dass es sich um das falsche Ventil handelte, wodurch mehrere Materialien des Kühlkreislaufs von Block Nr. 2 nicht mehr verfügbar gewesen seien, wie EDF mitteilte.

«Bei einer solchen Situation verlangen die Betriebsanweisungen, dass die Elemente innerhalb von weniger als acht Stunden wieder verfügbar gemacht werden», so EDF. Also spätestens um 9.41 Uhr. Die zulässige Frist wurde somit um 54 Minuten überschritten, was die Meldung erforderlich machte. «Dieses Ereignis hatte keine wirklichen Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlagen», stellte EDF klar, da zusätzliche Filter funktionsfähig geblieben und jederzeit verfügbar gewesen seien.

(mei/mc)

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