Zugunglück – CFL-Teams arbeiten rund um die Uhr am Unfallort

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ZugunglückCFL-Teams arbeiten rund um die Uhr am Unfallort

DÜDELINGEN – Mehr als 60 Personen arbeiten rund um die Uhr an der Stelle an der eine Kollision zwischen zwei Zügen einen Lokführer am Dienstag das Leben gekostet hat.

20170214 dudelange accident ferroviaire trains un mort et deux bless�s dans la collision de trains un de marchandisese fret et un voyageurs  entre bettembourg et zoufftgen photo isabella finzi

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Editpress/Hmontaigu

«Unsere Adrenalinlevel sind ganz oben. Ich habe nur drei Stunden geschlafen», erklärt Marc Schaeffer, Leiter des Wartungszentrums Züge und Material der CFL. Seit dem tragischen Zugunglück am Dienstag arbeiten er und sein Team von mehr als 60 Männern unermüdlich daran, die Gleise so schnell wie möglich wieder frei zu bekommen.

Die Männer arbeiten in wechselnden Teams rund um die Uhr, die Aufgabe ist kolossal. Die ersten Aufräumarbeiten konnten am Dienstag erst am späten Nachmittag beginnen, nachdem die Rettungsarbeiten beendet waren. Nach einer ersten Analyse und Bestandsaufnahme haben Marc Schaeffer und seine Männer damit begonnen, zuerst leicht zu entfernendes Material fort zu schaffen. «Zwei Passagierwagen und eine Lokomotive des Güterzuges wurden am Dienstag entfernt.»

Ein spektakuläres Manöver

Der schwierigste Teil ist für diesen Mittwoch vorgesehen. Es handelt sich um das Entfernen der beiden ineinander verkeilten Wagen. «Die erste Lokomotive des Güterzuges wird mit einem Kran angehoben werden. Gleichzeitig wird eine andere Lokomotive den Wagen des Personenzuges auf die Gleise ziehen». Das Manöver wird sehr spektakulär werden, aber die Sicherheit wird an erster Stelle stehen. «Wir achten seit dem ersten Moment darauf. Das ganze ist erstarrt, aber es können immer noch Metallteile herunterfallen. Das Innere der Züge ist völlig zermalmt und die Führerhäuser sind zusammen gequetscht», erläutert Marc Schaeffer.

Die beiden zerstörten Wagen werden «vor Blicken geschützt» gelagert werden, bis die Justiz sie beschlagnahmt. Danach müssen die Gleise gesäubert werden, mit allem was das bedeutet: «Die Gleise müssen repariert werden, die Baken müssen befestigt werden und die Oberleitungen auf beiden Seiten wieder installiert werden.» Diese Arbeiten sind notwendig, um die Bahnstrecke wieder eröffnen zu können – vielleicht am Freitag.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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