Nach Notoperation – Chávez in kritischem Zustand
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Nach NotoperationChávez in kritischem Zustand

Vor zwei Wochen ist der venezolanische Präsident Hugo Chávez operiert worden. Sein Gesundheitszustand scheint ernster als gedacht.

Venezuelas Präsident Hugo Chavez (rechts) wird am 17. Juni von Fidel Castro im Spital in Havanna besucht. (Bild: Reuters)

Venezuelas Präsident Hugo Chavez (rechts) wird am 17. Juni von Fidel Castro im Spital in Havanna besucht. (Bild: Reuters)

Venezuelas Außenminister Nicolás Maduro äußerte sich in einem Fernsehinterview besorgt. «Die Schlacht, die Präsident Chávez um seine Gesundheit führt, muss die Schlacht aller sein, die Schlacht für das Leben, für die unmittelbare Zukunft unseres Vaterlandes. (...) Das ist es, was wir unseren Landsleuten übermitteln können.»

Der 56-jährige Chávez war vor über zwei Wochen auf Kuba operiert worden, wo er sich seitdem aufhält. Venezuelas Präsidialamtsministerin Erika Farías betonte dagegen am Samstag, die Genesung des Staatschefs verlaufe erwartungsgemäß. «Wir wissen, dass der Präsident sich mit viel Lebensmut und Energie erholt.»

«Nicht ernst, aber kritisch, schwierig»

Wann Chávez zurück nach Venezuela kommt, blieb offen. Die in Miami im US-Bundesstaat Florida erscheinende spanischsprachige Zeitung «El Nuevo Herald» hatte am Samstag unter Berufung auf nicht näher genannte US-Geheimdienstkreise berichtet, der gesundheitliche Zustand von Chávez sei kritisch.

«Nicht ernst, aber kritisch, schwierig», nannte die von der Zeitung zitierte Quelle den Zustand des Staatschefs, der am 10. Juni in Havanna operiert wurde. Demnach wurden Chávez' Tochter Rosines und seine Mutter Marisabel Rodriguez «vor 72 Stunden» mit einem Luftwaffenflugzeug nach Kuba gebracht.

Gerüchte um Krebserkrankung

Nach offiziellen venezolanischen Angaben wurde Chávez am 10. Juni wegen eines Abzesses im Becken operiert. Gerüchten zufolge wird er jedoch wegen Prostatakrebs behandelt.

Chávez hatte vor seinem Eintreffen auf Kuba Ecuador und Brasilien besucht und Caracas am 5. Juni verlassen. Der für seine stundenlangen Fernsehansprachen bekannte Staatschef hatte nach der Operation zwei Wochen geschwiegen, sich am Freitag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter wieder zu Wort gemeldet. Zudem versicherte er in einem Telefoninterview, dass er «voll einsatzfähig» sei.

An der Seite der Castros

Die kubanische Regierung veröffentlichte zudem Bilder von Chávez, die ihn stehend und lächelnd am Krankenbett mit Kubas Staatschef Raúl Castro und dessen Bruder Fidel Castro zeigen. Die Regierung machte keine Angaben zum Gesundheitszustand des venezolanischen Staatschefs.

Sein Aufenthalt in Kuba wird von der Opposition heftig kritisiert. Sie hält es für verfassungswidrig, dass der Präsident das Land vom Ausland aus regiert.

L'essentiel Online

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