Luxemburg – CHdN bereitet sanfte Schließung der Entbindungsstation vor

Publiziert

LuxemburgCHdN bereitet sanfte Schließung der Entbindungsstation vor

ETTELBRÜCK – Das Centre Hospitalier du Nord will die vorübergehende Schließung seiner Entbindungsstation so reibungslos wie möglich gestalten.

von
Séverine Goffin
CHDN, Hopital Centre du Nord Wiltz

Das CHdN hat am Sonntag angekündigt, seine Entbindungsstation nun doch schließen zu müssen.

Editpress

Mütter, die gerade entbunden haben, können in dieser Woche noch auf der Entbindungsstation des Centre Hospitalier du Nord (CHdN) in Ettelbrück bleiben. Für hochschwangere Frauen ist die Tür aber bereits zu. Denn am Sonntagabend hatte das Krankenhaus in aller Eile eine vorübergehende Schließung seiner Entbindungsstation angekündigt – obwohl die Klinik entsprechende Berichte vergangene Woche noch dementierte.

«Das ist nur eine Aussetzung der Aktivitäten. Wir sind immer noch da», versuchte Paul Wirtgen gestern zu beruhigen. Der Generaldirektor des CHdN hofft, dass sich die Situation in «einem guten Monat» wieder entspannt. In der Zwischenzeit würden «werdende Mütter, die sich im dritten Trimester befinden, von ihren Gynäkologen informiert und an die Entbindungsstation eines der beiden Krankenhäuser in der Hauptstadt verwiesen», erklärt Wirtgen.

«Man müsste ein Budget freigeben, um fünf weitere einzustellen.»

Paul Wirtgen, Generaldirektor des CHdN

Im CHdN kommen jährlich 800 der 6300 Kinder im Land zur Welt. «Das sind etwa zwei Entbindungen pro Tag», stellt Paul Wirtgen fest, «selbst in Spitzenzeiten ist das für zwei Krankenhäuser, die größer sind als wir, überschaubar». Auf Seiten des Teams sind Entlassungen kein Thema. «Wenn nötig», meint er, «werden wir Hebammen an die CHL und HRS abstellen. Wir passen den Arbeitsplan an.»

Die optimale Lösung, um wieder zu öffnen, wäre, wenn der Neugeborenen-Notarztdienst des CHL verstärkt würde. «Die Gesundheitsministerin scheint dies zu befürworten. Ihre Neonatologen kommen bei uns in seltenen Fällen bei komplizierten Geburten zum Einsatz, aber die Anfahrt ist lang», sagt Wirtgen und schätzt: «Man müsste ein Budget bereitstellen, um fünf weitere einzustellen».

Deine Meinung

10 Kommentare