Staatskultur bewahren – China verbietet Hits von Lady Gaga

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Staatskultur bewahrenChina verbietet Hits von Lady Gaga

Um «Ordnung» auf dem Musikmarkt zu schaffen, verbannt China zahlreiche Hits von Lady Gaga, den Backstreet Boys und Beyoncé aus dem Internet. Sie singen gemäß Kulturministerium zu viel von Freiheit.

Singt für den Geschmack des chinesischen Kulturministeriums etwas zu oft über die Freiheit: Sängerin Lady Gaga. (Bild: Keystone)

Singt für den Geschmack des chinesischen Kulturministeriums etwas zu oft über die Freiheit: Sängerin Lady Gaga. (Bild: Keystone)

Das chinesische Kulturministerium hat rund 100 Lieder aus dem Internet verbannt. Darunter befinden sich auch Hits von Lady Gaga, den Backstreet Boys, Beyoncé und Take That.

In einer Anordnung werden alle Musikanbieter aufgefordert, die Songs von ihren Seiten zu nehmen. Ziel sei es, «Ordnung» auf dem Musikmarkt im Internet zu schaffen und ihn von allen Songs zu «säubern, die der Sicherheit der Staatskultur schaden», hieß es in der Anordnung.

Keine Begründung für Zensur

Zu den zensierten Hits zählen unter anderem Lady Gagas «The Edge of Glory», «Hair», «Marry the Night» und «Bloody Mary». Eine Begründung für die Wahl nannte das Ministerium nicht, doch besingt der Star in den Stücken oftmals den Wert der Freiheit. Weitere Verbote treffen Sänger aus Taiwan und anderen asiatischen Staaten.

Chinas Zensoren verbieten inzwischen alle Songs im Internet, deren Texte sie als politisch heikel oder anstößig einstufen. Sie stützen sich dabei auf eine Anordnung aus dem vergangenen Jahr, wonach alle Lieder im Internet amtlich genehmigt sein müssen - eine Maßnahme, die damals unter anderem mit dem Kampf gegen Musikpiraterie begründet worden war.

L'essentiel Online/

(sda)

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