«Kung-Fu-Alkohol» – Chinesen versetzen Schnaps mit Viagra
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«Kung-Fu-Alkohol»Chinesen versetzen Schnaps mit Viagra

Chinesische Behörden stellen Tausende Flaschen mit gepanschtem Schnaps sicher. Dann stellen sie fest: Das Getränk war mit Potenzmitteln angereichert.

Der beschlagnahmte Schnaps in China war unter anderem mit dem Wirkstoff Sildenafil vermischt, besser bekannt als Viagra. (Bild: Keystone/AP/Greg Baker)

Der beschlagnahmte Schnaps in China war unter anderem mit dem Wirkstoff Sildenafil vermischt, besser bekannt als Viagra. (Bild: Keystone/AP/Greg Baker)

Die Behörden in der Provinz Guangxi haben kürzlich rund 5300 Flaschen Schnaps beschlagnahmt, die unter anderem die Wirkstoffe Sildenafil und Tadalafil enthielten. Die Drogen sind besser bekannt unter den Namen der Potenzmittel Viagra und Cialis.

Gemäß einer Mitteilung der Nahrungsmittel- und Drogenbehörde von Liuzhou (auf chinesisch) verkauften zwei Destillerien ihr Produkt als «Kung-Fu-Alkohol». Wie der Nachrichtensender BBC berichtet, handelt es sich beim sichergestellten Alkohol um Baijiu, einem traditionellen hochprozentigen Schnaps.

Illegale Beimischungen sind keine Seltenheit

China hat eine lange Geschichte des Brauens von Alkoholika mit angeblich aphrodisierender Wirkung, vielfach unter Beimischung von Tierpenissen. Nach dem chinesischen Gesetz sind Sildenafil und andere derartige Chemikalien in Nahrung und Getränken verboten.

Dennoch machen Berichte über illegale Beimischungen immer wieder Schlagzeilen. Erst vor einem Jahr war ein Brauereibesitzer wegen der Untermischung von Sildenafil in seinen Getränken festgenommen worden.

Im 2013 hat zudem ein chinesisches Partnerunternehmen des Lenzburger Lebensmittelkonzerns Hero Babynahrung gepanscht, in dem es abgelaufenes Milchpulver mit gültigem vermischte.

(L'essentiel/kle)

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