Wegen Olympia – Chinesin wurde Tod der Oma für Monate verschwiegen
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Wegen OlympiaChinesin wurde Tod der Oma für Monate verschwiegen

Die Chinesin Sun Yingsha hat in Tokio im Tischtennis Gold und Silber gewonnen. Dass ein wichtiges Familienmitglied bereits etwa ein halbes Jahr tot war, wurde ihr vorenthalten.

Die Olympischen Gold-Medaillen im Tischtennis gehen seit Jahren nach China. Sowohl bei den Frauen und Herren und natürlich auch im Teamwettbewerb kommt niemand an der Tischtennisnation Nummer eins vorbei. So auch in diesem Jahr: In Tokio gingen, bis auf eine Goldmedaille – im Mixed gewann Japan gegen China, alle in das Reich der Mitte. Also auch im Teamwettbewerb und im Einzel der Frauen. Dort involviert war zweimal Sun Yingsha.

Die 20-Jährige ist ein aufstrebender Star in der Tischtennisszene. Ihr Siegerpalmares ist bereits in jungen Jahren beträchtlich, unter anderem ist sie amtierende Weltmeisterin im Doppel. In Tokio stand sie im Einzel im Finale gegen ihre Landsfrau Chen Meng. Dort sicherte sich die Weltranglistenerste Meng gegen die Weltranglistenzweite Yingsha den Sieg. Neben dieser Silbermedaille gewann Yingsha gemeinsam mit Meng und Wang Manyu im Teamwettbewerb Gold. Und das alles, obwohl ein geliebtes Familienmitglied Yingshas kürzlich verstorben war.

Nur: Die Tischtennisspielerin wusste davon nichts. Und um es noch extremer darzulegen: Ihre Großmutter verstarb bereits im April, wie «The Mirror» berichtet. Damals befand sich Yingsha bereits im Trainingslager für die Olympischen Spiele. Ihre Familie wollte sie mit der traurigen Nachricht nicht aus ihrer Konzentration reißen. Yingsha spielte sich unbekümmert zu einer Gold- und einer Silbermedaille. Erst nach dem Olympischen Turnier erfuhr die Spielerin vom Tod ihrer Großmutter.

(L'essentiel/Adrian Hunziker)

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