Bedenkliche Fanliebe – «Chris Brown darf mich jederzeit verprügeln»

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Bedenkliche Fanliebe«Chris Brown darf mich jederzeit verprügeln»

Mit seinem Grammy-Auftritt hat Chris Brown die Hormone der Fans in Wallung gebracht. Auf Twitter bieten sich dem Schläger haufenweise Frauen an, die nur zu gerne den Kopf hinhalten würden.

Dass die Fanliebe bizarre, ja bedenkliche Ausmaße annehmen kann, ist hinlänglich bekannt. Ein aktuelles Beispiel für aus dem Ruder gelaufene Verehrung bietet die weibliche Fan-Gemeinde von R'n'B-Star Chris Brown. Nach dessen Auftritt bei den diesjährigen Grammy Awards hagelte es auf Twitter Besorgnis erregende Liebesbekundungen.

Für ein Date mit ihrem Idol wären die verzweifelten Verehrerinnen sogar bereit, Prügel einzustecken. «Chris Brown dürfte mich jederzeit verhauen», schreibt eine Userin. «Lasst Chris Brown in Ruhe», schreibt eine andere, «ich würde mich die ganze Nacht von ihm windelweich prügeln lassen.» «Chris Brown, bitte hau mich!», zwitschert ein besonders unterwürfiger Fan. «Wenn ich dafür einen Kuss bekomme, darf mir Chris Brown so lange in die Fresse hauen, wie er will.» Das Internetportal Buzzfeed hat weitere Beispiele zusammengetragen, die Sie in der obigen Diashow sehen können.

Wer sich an die schockierenden Meldungen aus dem Jahr 2009 erinnert, kann ob solch gedankenloser, verharmlosender Bemerkungen nur den Kopf schütteln. Brown schlug damals seine jetzige Ex-Freundin Rihanna krankenhausreif. Die Bilder ihres übel zugerichteten Gesichts gingen im Februar 2009 um die Welt. Brown wurde verhaftet, zu fünf Jahren Bewährung verurteilt, musste sich einer Therapie unterziehen und sechs Monate gemeinnützige Arbeit verrichten.

Browns Auftritt stand in der Kritik

Bei den diesjährigen Grammys teilten sich die beiden erstmals wieder eine Bühne – allerdings nicht gleichzeitig. Rihanna war unter anderem in der Kategorie «Bestes Album des Jahres» nominiert; Chris Brown gewann den Preis für das «Beste R'n'B»-Album. Im Vorfeld war Kritik an Browns geplantem Gala-Auftritt geübt worden. «Unsere Jury-Mitglieder haben die Musik von Chris, die er im letzten Jahr ablieferte, hoch eingeschätzt», rechtfertigten sich die Grammy-Veranstalter und ergänzten: «Wenn wir das auf eine persönliche Ebene ziehen, laufen wir schnell Gefahr auszurutschen - und so weit wollen wir es nicht kommen lassen.»

(L'essentiel online/sei )

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