CIA: CIA legt russischen Hinweisgebern Nutzung des Darknet nahe
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CIACIA legt russischen Hinweisgebern Nutzung des Darknet nahe

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA möchte russischen Gegnern des Kriegs in der Ukraine eine sichere Kontaktmöglichkeit anbieten.

Das CIA rät zur Nutzung des Darknets, wie beispielsweise durch den Tor-Browser.

Das CIA rät zur Nutzung des Darknets, wie beispielsweise durch den Tor-Browser.

Wikicommons/Software: The TOR project Inc./Screenshot by PantheraLeo1359531

Auf seinen Social-Media-Kanälen veröffentlichte der Geheimdienst am Montag Hinweise in englischer und russischer Sprache, wie die Darknet-Seite der CIA erreicht werden kann. Dies soll einen höheren Grad an Anonymität für Hinweisgeber garantieren.

Das Darknet ist ein verborgener Teil des Internets, der nur mit Hilfe bestimmter Software erreichbar ist. Die Darknet-Seite der CIA hat die gleichen Funktionen wie die reguläre Homepage, kann aber nur über den Tor-Browser erreicht werden, der über besondere Verschlüsselungsfunktionen verfügt. Die CIA hofft, dass im Ausland lebende Russen die Anleitungen mit Kontakten in Russland teilen.

Viele Russen scheinen den Krieg in der Ukraine zu unterstützen, den der Kreml offiziell als militärische «Spezialoperation» bezeichnet. Doch einige Langzeit-Russlandbeobachter glauben, dass es durchaus einflussreiche Stimmen gibt, die den Kriegskurs des russischen Präsidenten Wladimir Putin ablehnen. Ungeachtet der immensen Möglichkeiten, Kommunikation zu überwachen und Satellitenaufnahmen zur Aufklärung zu nutzen, bleibt es für westliche Geheimdienste entscheidend, auch Menschen zu rekrutieren, die eine Innenansicht des Kreml und der Verhältnisse in Russland liefern können.

Besorgte Russen wollen laut CIA Kontakt aufnehmen

«Unsere globale Mission verlangt es, dass uns Einzelpersonen von überall aus sicher kontaktieren können», hieß es in einer CIA-Mitteilung. Ein CIA-Vertreter, der anonym bleiben wollte, sagte, der Geheimdienst wisse, dass es besorgte Russen gebe, die verzweifelt versuchten, die CIA zu erreichen. Er lehnte es jedoch ab, Angaben dazu zu machen, in wie vielen Fällen das seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine geschah. Es sei nicht sicher, in Russland Amerikaner persönlich oder virtuell zu kontaktieren. «Für diejenigen, die sicher mit uns zusammenarbeiten möchten, ist dies der richtige Weg.»

Der Tor-Browser leitet den Internetverkehr über mehrere Drittparteien weiter, um die Identität und das Ziel eines Nutzers zu verschleiern. Cookies und andere Möglichkeiten der Nachverfolgung werden entfernt. Zwar ist keine Kommunikationsform zu jeder Zeit komplett sicher, Geheimdienstler sagen jedoch, ein potenzieller Tippgeber sei im Darknet besser vor russischer Nachverfolgung geschützt.

(AP)

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