Rohstoffmangel – Coca Cola stoppt Produktion in Venezuela

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RohstoffmangelCoca Cola stoppt Produktion in Venezuela

Erst das Bier, jetzt das Volksgetränk Coca-Cola. Die Versorgungskrise in Venezuela nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Wird das Militär eingreifen?

In Venezuela sind Milch, Zucker, Toilettenpapier und jetzt auch Cola Mangelware.

In Venezuela sind Milch, Zucker, Toilettenpapier und jetzt auch Cola Mangelware.

DPA/Miguel Gutierrez

Wegen akutem Zuckermangel muss im sozialistischen Venezuela die Coca-Cola-Produktion gestoppt werden. «Zuckerhersteller in Venezuela haben uns informiert, dass sie zeitweise die Herstellung wegen des Mangels an Rohmaterialien stoppen müssen», teilte Coca-Cola-Sprecherin Kerry Tressler am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Das werde in den kommenden Tagen Auswirkungen auf die Produktion zuckerhaltiger Getränke haben, die Produktion von Getränken wie Wasser und Coca-Cola Light sei nicht betroffen und laufe weiter. Man sei mit Zuliefern und Regierungsbehörden im Gespräch, «um die notwendigen Maßnahmen zur Lösung der Situation zu ergreifen.» In dem Land mit den größten Ölreserven der Welt ist die braune Brause sehr beliebt und war zuletzt oft einfacher zu bekommen als Wasser, das auch zum Mangelprodukt wird.

Notfalls Waffengewalt

Zuvor hatte der größte Bierhersteller, das Unternehmen Polar, die Bierproduktion eingestellt. Wegen Mangel an Devisen konnte kein Gerstenmalz mehr aus dem Ausland bezahlt und eingeführt werden. Zudem gibt es einen Mangel an Medikamenten, zum Teil fehlt in Krankenhäusern Sauerstoff zur Beatmung von Patienten.

Präsident Nicolás Maduro hat per Dekret den Ausnahmezustand verhängt und das Militär und von den Sozialisten kontrollierte Bürgerwehren ermächtigt, notfalls mit Waffengewalt die Lebensmittelversorgung im Land sicherzustellen.

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