Wirtschaft – Commerzbank streicht 9600 Stellen

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WirtschaftCommerzbank streicht 9600 Stellen

LUXEMBURG - Kahlschlag in der Finanzbranche: Die Commerzbank will nahezu jede fünfte Stelle des Unternehmens streichen. Ob auch der Standort Luxemburg betroffen ist, ist bislang unbekannt.

Einst ein stolzes Bankhaus: Der Sitz der Commerzbank (Mitte) in Frankfurt.

Einst ein stolzes Bankhaus: Der Sitz der Commerzbank (Mitte) in Frankfurt.

Michael Probst

Deutschlands zweitgrößte Bank baut in großem Umfang Stellen ab. Bis 2020 will die Commerzbank 9600 Vollzeitstellen streichen, wie sie am Donnerstag mitteilte. Das wäre fast jede fünfte Stelle: Derzeit arbeiten rund 50.000 Menschen bei der Bank. Der Stellenabbau sei Teil der strategischen und finanziellen Ziele bis 2020, die der Vorstand am Freitag beschließen werde, teilte die Bank mit. Es würden aber gleichzeitig auch 2300 neue Stellen «in Wachstumsfeldern» entstehen, so dass sich der Netto-Stellenabbau auf rund 7300 Vollzeitkräfte belaufe. Ob auch der Standort Luxemburg von den Streichungen betroffen ist, ist bilang unbekannt. Auf Nachfrage von L'essentiel erklärt ein Sprecher, dass Details am morgigen Freitag bekanntgegeben würden.

Ihre Geschäftsbereiche will die Bank auf nur noch zwei reduzieren: «Privat- und Unternehmerkunden» sowie «Firmenkunden». Die Commerzbank wolle sich auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren und dadurch Effizienzgewinne realisieren, teilte die Bank weiter mit.

Vorerst kostet der Umbau allerdings einiges. Die Commerzbank rechnet mit 1,1 Milliarden Euro. Dividendenzahlungen an die Aktionäre - also auch den Staat - werde es vorerst nicht geben, teilte die Bank mit. Mögliche Gewinne sollen in die Rücklage fließen.

(L'essentiel)

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